Namibia Juni 2015

Reisebericht 19.06.15 – 28.06.15: „Namibia - Kalahari, Sossusvlei, Cape Cross und Etosha Nationalpark“

Autor/in: Peter Bell

Über ein faszinierendes Land mit vielfältigen Landschaften, einer interessanten Geschichte und freundlichen Menschen erzählt dieser Reisebericht Namibia.

Reisebericht Namibia: In der Sossusvlei

Reisebericht Namibia: Im Sossusvlei

Gleich am ersten Abend der erste Höhepunkt: Wir besteigen die „Düne 45“ im Sossusvlei. Hier, im Namib-Naukluft-Nationalpark, gibt es die höchsten Sanddünen der Welt, die mit ihrer typischen rötlichen Färbung eine Augenweide sind. Dabei ist es gar nicht so einfach, so eine Düne zu begehen: man sinkt unweigerlich mit den Schuhen im Sand ein.

Die Sossusvlei Lodge hat uns Tische, Geschirr, Besteck sowie Kaffee und ein reichhaltiges Frühstück zusammengestellt, das wir mitten in den Dünen genießen. Mit dem Dead Vlei gleich danach wieder ein Highlight: erst rauf auf die Düne, dann im „Galopp“ den Steilhang hinunter zu den bizarren, abgestorbenen, aber sehr fotogenen Bäumen inmitten der orangeroten Dünenwand. Die Szenerie könnte von Dali gemalt sein…

Nach einem sehr leckeren Abendessen im Restaurant „The Tug“ direkt neben dem alten Pier von Swakopmund erwartet uns auch der nächste Morgen mit einer geradezu britischen Nebelsuppe. Die Stadt ist kaum zu sehen, und dementsprechend frisch sind auch die Temperaturen. Aber zwei Stunden später hat die Sonne gesiegt, und alles sieht freundlicher aus (und es wird schlagartig wärmer).

Das Mittags-Picknick nehmen wir an der Spitzkoppe mit ihren roten Felsformationen ein, die urplötzlich aus der flachen Hochebene auftauchen. Am späten Nachmittag nimmt uns der Betreiber der „Ai Aiba Lodge“ zu einer Safari im Allradfahrzeug über das Farmgelände zu einer Anhöhe, von der wir bei einem netten Sundowner den wahrhaft prächtigen Sonnenuntergang bestaunen können.

Damara Living Museum

Damara Living Museum

Dann tauchen wir ein in die Urgeschichte Namibias: erst ein Besuch im „Damara Living Museum“ der hier ansässigen San, die früher „Buschmänner“ genannt wurden und sich bis heute in dieser kargen Gegend behaupten. Dann machen wir eine geführte kurze Wanderung zu den Felsgravuren des UNESCO-Weltkulturerbes von Twyfelfontein. Wer die Erschaffer dieser Tiere und abstrakten Muster sind ist bis heute nicht zweifelsfrei geklärt – die San oder früher hier lebende Kulturen, von denen wir sonst nichts wissen.

Dann geht es in das Tierparadies Namibias, den Etosha Nationalpark. Rund um die riesige Salzpfanne gleichen Namens beeindruckt die Landschaft mit einem immensen Tierreichtum. Von den „Big Five“ fehlt hier nur einer: Büffel gibt es im Park keine. Aber Elefanten sind neben diversen Antilopenarten immer wieder zu beobachten, und am Abend kommt eine Nashornmutter mit ihrem Jungen zum Wasserloch unserer Lodge. Kurz bevor wir den Park verlassen gibt sich dann noch der König die Ehre: ein männlicher Löwe taucht direkt vor unserem Fahrzeug auf!

 

Streifenhörnchen

Streifenhörnchen

Nach einem Besuch bei der „Ombili“-Stiftung, die den Kindern der San (aber auch anderer im Gebiet lebender Völker) einen Kindergarten und eine Schulausbildung ermöglicht und vorwiegend von Spenden lebt, geht es wieder Richtung Süden bis kurz vor Windhoek. Auf der „Elegant Farmstead“ ist man ganz auf die Gäste eingestellt: nach dem sehr schmackhaften Abschiedsessen vom Grill (auf Afrikaans „Braai“ genannt) haben wir die Gelegenheit, am warmen Kaminfeuer die letzten Tage Revue passieren zu lassen. Beim Zubettgehen dann noch eine nette Überraschung: neben einer willkommenen Wärmflasche unter der Bettdecke (die Nächte sind im namibischen Winter, unserem Sommer, unerwartet kühl) liegt dort für jeden Gast eine individuelle Gute-Nacht-Geschichte.

Nach einem zünftigen Abschieds-Mittagessen in „Joe’s Beer House“ in Windhoek und einem kleinen Stadtrundgang werden wir von unserem Fahrer Isaac zum Flughafen gebracht. Dabei fasst er die Reise in einer unnachahmlichen Mischung aus Deutsch und Damara-San (die Sprache mit den Klicklauten) zusammen. Aber irgendwie verstehen wir jedes Wort! Dann heißt es Abschied nehmen…

 

 

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