Kapverden September 2016

Reisebericht 23.09.16 – 30.09.16: „Die Höhepunkte der Kapverden-Inseln“

Autor/in: Nadine Kamal

1. Tag – Flug nach Lissabon

Nun fliege ich schon das zweite Mal in diesem Jahr über Lissabon und habe endlich die Gelegenheit einen Stopp einzulegen. Für ein paar Stunden schaue ich mir das schöne Altstadtviertel ‚Chiado‘ an, bevor die Reise am nächsten Morgen weiter nach Sao Vicente geht.

Altstadt von Lissabon

Altstadt von Lissabon

2. Tag – Weiterflug auf die Kapverdischen Inseln

Gegen Mittag landet die TAP 1553 auf Sao Vicente. Nach einem kurzen Transfer in die Hafenstadt Mindelo, können wir bei einem Mittagssnack am Meer, die ersten Eindrücke auf uns wirken lassen, bevor es mit der Fähre weiter auf die Nachbarinsel Santo Antao geht. Auf Santo Antao angekommen, checken wir im schönen 4* Santantao Art Resort Hotel ein und lassen den Abend bei einem tollen 3 Gänge- Menü ausklingen.

3. Tag – Wanderinsel Santo Antao

Heute fahren wir von Porto Novo über die alte Passstraße hinauf in die Berge, wo die Wanderung vom Cova- Krater hinab ins Paúl- Tal beginnt. Der Blick vom Kraterrand hinab in das grüne Ribeira do Paúl- Tal ist sensationell. Tiefhängende Wolken lassen den in steilen Serpentinen herabführenden Eselpfad verzaubert und mystisch wirken. Nach der vierstündigen Wanderung haben wir uns die Mittagspause im Tal verdient. Danach geht es weiter ins Hotel Paulmar und anschließend in den Ort Ponta do Sol, wo wir einen Sundowner im ‚Musico do Mar‘ mit herrlichem Blick auf das Meer genießen.

Fischerboote in Ponta do Sol

Fischerboote in Ponta do Sol

4. Tag – Bergkulisse triff Meeresbrandung

Unsere Gruppe hat viel Spaß am Wandern, daher wird der geplante Spaziergang kurzerhand durch eine Wanderung, bei der man die Schönheit von Santo Antao noch besser kennenlernt, ausgetauscht. Anschließend fahren wir die  Küste entlang zum Fährhafen Porto Novo und setzen nach Sao Vicente über. In Mindelo angekommen lädt uns Luis Baptista, ein Instrumentenbauer in 2. Generation, zu sich in die Gitarrenwerkstatt ein. Die Atmosphäre in der Werkstatt ist toll und das anschließende exklusive Privatkonzert einer meiner persönlichen Höhepunkte der Reise. Wir bekommen einen groben Überblick über die verschiedenen Musikstile der Kapverden, die zum Tanzen animieren.

Blick ins Tal von Cha de Igreja

Blick ins Tal von Cha de Igreja

5. Tag – Street Life in Mindelo

Dank einem Projekt, es wurde von dem italienischen Kapuzinermönch Silvino Benetti ins Leben gerufen, konnten wir uns heute das Armenviertel Ribeira Bote, welches früher keinen guten Ruf hatte. anschauen. Ein junger lokaler Guide, der aus dem Viertel stammt, hat uns mit ‚in seinen Alltag‘ genommen. Wir haben eine Töpferwerkstatt, einen Schuster und einen Boxverein besucht. Auch in den Kindergarten, der von dem Geld aus dem Projekt unterstützt wird, konnten wir einen Blick werfen. Durch die besonderen Spaziergänge erhalten die Besucher einen Einblick in das Leben der hier wohnenden Menschen und das eingenommene Geld fließt in einen großen Topf, aus dem viele Projekte in Ribeira Bote finanziert werde. Es war wirklich ein einmaliges Erlebnis den Stadtteil und seine Bewohner hautnah kennenzulernen und auch mal abseits der Touristischen Pfade zu wandern. Ein Programmpunkt der den Horizont erweitert!

Amilcar Cabral- Unabhängigkeitskämpfer

Amilcar Cabral- Unabhängigkeitskämpfer

Am Abend fliegen wir zur Insel Santiago.

6. Tag – Zurück zum Ursprung nach Cidade Velha

Für heute steht die Erkundung der Insel Santiago auf dem Plan. Wie kann man dies am besten –  natürlich mit einer schönen Wanderung, unsere führt bis ins Grüne Tal Ribeira Grande. Weiter geht es zu Stadt Cidade Velha, diese ist seit 2009 UNESCO Weltkulturerbe. Der historische Pranger -Pelourinho- auf dem Marktplatz erinnert noch an den Sklavenhandel der Portugiesen. Wir fahren weiter nach Assomada, dort tauchen wir in das treiben des Wochenmarkts ab. Die interessanten Eindrücke lassen wir bei einem guten Essen und Livemusik am Abend nochmal Revue passieren.

Sklavenpranger
Sklavenpranger

7. Tag – Santiago – Damals und heute

Der Wettergott meint es heute leider nicht so gut mit uns, es regnet Bindfäden. Wir starten trotzdem unsere Tour durch die Hauptstadt Praia. Gegen Mittag hörte es zum Glück auf zu regnen und wir konnten dem interessanten Vortrag von Fáron Peckham lauschen. Er konnte seine Idee aus organischen Abfällen Biogas zu produzieren in die Tat umsetzten und gewährte uns interessante Einblicke in seine Firma ‚Ecobus‘.

Am späten Abend heißt es Abschied nehmen, den der Rückflug nach Deutschland stand auf dem Programm.

Die Woche ging viel zu schnell um! Ich habe die Kapverden mit sehr vielen Eindrücken und besonderen Erlebnissen verlassen. Vielen Dank für tolle Organisierung und das nette Team!