Cotopaxi
Zweithöchster Berg Ecuadors und einer der höchsten aktiven Vulkane der Erde
Allgemeine Informationen
Der Cotopaxi ist ein 5.897 Meter hoher, aktiver Vulkan in Ecuador in Südamerika. Er liegt in den zentralen Anden, etwa 50 bis 60 Kilometer südlich der Hauptstadt Quito. Der Vulkan bildet das Herzstück des gleichnamigen Nationalparks.
Er besitzt einen nahezu symmetrischen Kegel, der sich aus einer Hochebene von etwa 3.800 Metern Höhe erhebt und an seiner Basis einen Durchmesser von etwa 23 Kilometern aufweist. Auf seinem Gipfel befindet sich ein 800 m × 550 m großer und 250 m tiefer Krater. Er beherbergt einen der wenigen äquatorialen Gletscher der Welt, der in einer Höhe von 5.000 Metern beginnt.
Der Name Cotopaxi bedeutet „Hals des Mondes“, da der Mond aus einer bestimmten Perspektive hinter dem Berg aufgeht. Für kurze Zeit erscheint der Mond wie ein „Kopf“, der direkt über dem Gipfel steht.
Schon vor dem Beginn der Inkaherrschaft im 15. Jahrhundert galt der Berg den einheimischen Völkern der Region als heiliger Berg. Sie verehrten ihn als Regenspender und damit als Garant für die Fruchtbarkeit des Landes sowie als Sitz der Götter.
Der erste Europäer, der den Berg zu besteigen versuchte, war Alexander von Humboldt im Jahre 1802. Er erreichte eine Höhe von ca. 4.500 m. 1858 erforschte Moritz Wagner den Berg, aber auch er konnte nicht bis zum Gipfel gelangen. Dies gelang am 27. November 1872 dem Geologen Wilhelm Reiß. Bekannt wurde die Besteigung durch den Maler Rudolf Reschreiter; er fertigte mehrere Gemälde des Berges an.
Cotopaxi: Die wichtigsten Fragen und Antworten (FAQ)
Wann ist die beste Reisezeit für den Cotopaxi?
Die Hochsaison liegt zwischen Juni und August. Das Wetter kann jedoch extrem umschlagen.
Wie viele Menschen besteigen den Cotopaxi jedes Jahr?
Schätzungsweise 5.000 Bergsteiger erklimmen den Berg jährlich über die verschiedenen Routen. Die Erfolgsquote liegt bei etwa 72 %. Kälte an den Gipfeltagen und Probleme mit der Höhenkrankheit sind die Hauptgründe für ein Scheitern.
Wie viel kostet der Eintritt in den Cotopaxi-Nationalpark?
Der Eintritt in den Nationalpark selbst ist bisher kostenlos, man muss sich nur am Eingang bei einem Ranger registrieren. Der Preis für Tagestouren liegt zwischen 30 und 50 US-Dollar pro Person. Für einen Gipfelaufstieg sollte man mit Kosten zwischen 300 und 400 US-Dollar rechnen.
Hinzu kommen weitere Kosten wie Flüge, Unterkunft und Verpflegung.
Kann man den Cotopaxi an einem Tag besteigen?
Die Besteigung des Vulkans ist in der Hochsaison zwischen Juni und August sehr beliebt. Jedes Wochenende versuchen etwa hundert Menschen den Aufstieg. Üblicherweise übernachten die Wanderer in der auf 4.800 Metern Höhe gelegenen Schutzhütte und bewältigen die restlichen 1.000 Höhenmeter nachts in sechs bis sieben Stunden, sofern alles gut geht.
Wann war der letzte Ausbruch des Vulkans Cotopaxi?
Der letzte größere Ausbruch war im Jahr 1904, danach folgten bis 1940 mehrere kleinere Ausbrüche. Die letzte größere Aktivität in den Jahren 1975/76 bestand aus einer Temperaturerhöhung, Rauchbildung und kleineren Erdbeben. Der letzte, kleinere Ausbruch fand Ende 2022 statt.
Ist der Cotopaxi der höchste aktive Vulkan?
Mit einer Höhe von 5.897 Metern über dem Meeresspiegel ist der Cotopaxi nicht nur der zweithöchste, sondern auch der größte aktive Vulkan der Erde. Darüber hinaus ist er einer der wenigen äquatorialen Berge, die einen Gletscher und ewigen Schnee haben.
Touristische Höhepunkte
Der Cotopaxi-Nationalpark erstreckt sich rund um den Vulkan. Das geschützte Hochlandgebiet ist Heimat von Wildpferden, Lamas und Andenkondoren. Es ist außerdem ein beliebtes Ausflugsziel für Trekkingtouren und Naturbeobachtungen.
Die historische Altstadt von Quito gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und hat viel an kolonialem Baustil mit vielen Kirchen aus dem 16. und 17. Jahrhundert sowie anderen Gebäuden, in denen europäische, maurische und indigene Baustile verschmolzen wurden, zu bieten. Außerdem kann man eine Städtebesichtigung Quitos mit einer Weiterreise auf die Galapagos-Inseln verbinden. Wer Quito besucht, muss wissen, dass es sich mit 2.850 Meter über dem Meer um die höchste Hauptstadt der Welt handelt.
Mit Intakt-Reisen unterwegs: Cotopaxi
Die Besteigung des Cotopaxi ist eine anspruchsvolle, aber machbare Herausforderung für fortgeschrittene und erfahrene Bergsteiger. Aufgrund der Aktivität des Vulkans ist ein zertifizierter Bergführer gesetzlich vorgeschrieben. Der Aufstieg ist mit der Überwindung steiler Hänge, dem Queren von Gletschern und der Bewältigung der großen Höhe verbunden.
Aufgrund des Wanderns auf Schnee, Eis und steilem, anspruchsvollem Gelände ist der Cotopaxi schwieriger als der Kilimandscharo, und man muss bestens vorbereitet sein. Der Blick in den Krater eines der aktivsten Vulkane der Welt ist faszinierend und unvergesslich.
Bei der Kleidung für den Cotopaxi ist das „Zwiebelsystem“ wichtig – am besten mehrere Kleidungsstücke übereinander. Das Wetter in den Anden kann schnell umschlagen – mal ist es sonnig, mal neblig. Die Temperaturen variieren mit der Höhe: Tagsüber liegen sie typischerweise zwischen 5 °C und 15 °C.
Zur Akklimatisierung bieten sich Touren durch den Nationalpark an. Beliebte Routen sind die Wanderung um den See Laguna Limpiopungo (ca. 3.800 m) und der Weg zur Schutzhütte Refugio José Rivas (ca. 4.860 m). Der Parkeingang liegt an der Panamericana (km 42). Von dort aus geht es in der Regel mit dem Allradfahrzeug weiter. Kosten: Geführte Tagestrips aus Quito (Höhe 2.850 m) kosten etwa 30 bis 50 US-Dollar.
Die Besteigung ist eine anspruchsvolle Hochtour und technisch relativ schwierig. Sie erfordert das Gehen mit Steigeisen und in Seilschaft.
Der Aufstieg beginnt meist nach Mitternacht vom Refugio José Rivas aus, um den Sonnenaufgang auf dem Gipfel zu erleben. Der anstrengendste Teil dauert etwa 6 bis 7 Stunden, der Abstieg rund 2 Stunden.
Anforderungen: Absolute Schwindelfreiheit, sehr gute körperliche Fitness und eine professionelle Ausrüstung sind Voraussetzung.
Vorbereitung: Das beste Training ist das Bergauf- und Bergabwandern mit Gewicht. Versuchen Sie, die Wanderdauer von drei auf sechs Stunden pro Woche zu steigern. Regelmäßige und immer längere Wanderungen helfen Ihnen, die für die Besteigung des Cotopaxi erforderlichen Muskeln aufzubauen.
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