Cotopaxi

„Thron des Mondes“ – heiliger Berg der Inkas

Allgemeine Informationen über den Cotopaxi

Der Cotopaxi gehört zu den beliebtesten Gipfeln Südamerikas. Er ist der am meisten bestiegene Berg in Ecuador, obwohl er zu den höchsten und aktivsten Vulkanen der Erde zählt. Mit 5.897 m Höhe ist er nach dem Chimborazo der zweithöchste Gipfel im Land. Er befindet sich als Teil der „Allee der Vulkane“ in den östlichen Anden im nach ihm benannten Nationalpark und liegt ungefähr 50 km südlich von Quito.

Cotopaxi in Ecuador

Cotopaxi in Ecuador

Aus einem bestimmten Sichtwinkel nimmt der Mond beim Aufgehen für kurze Zeit die Position genau über dem Gipfel des Berges ein. Deshalb hat er den Namen Cotopaxi bekommen, was „Hals des Mondes“ bedeutet. Gern wird die schneebedeckte Spitze in diesem Zusammenhang auch als Poncho bezeichnet. Der Vulkan besitzt eine regelmäßige Form wie ein Kegel, wodurch er dem Idealbild eines sogenannten Stratovulkans entspricht, also einem klassischen Schichtvulkan.

86 Mal ist der Cotopaxi bereits ausgebrochen, was zahlreiche Täler hervorgerufen hat. Der erste Ausbruch wurde im Jahr 1534 registriert. Es heißt, dass es während der Schlacht zwischen den Inkas und den Spaniern zum „protestierenden“ Ausbruch des Cotopaxi kam, wodurch der Kampf unmittelbar beendet wurde. Heutzutage sind bisher nur noch häufige Rauchausstöße sowie kleinere Erdbeben zu verzeichnen. Der letzte große Ausbruch war im Jahr 1904.

Gipfel des Cotopaxi

Gipfel des Cotopaxi

Im Jahr 1802 versuchte Alexander von Humboldt als erster Europäer den Cotopaxi zu besteigen. Er erreichte jedoch nur eine Höhe von 4.500 m. Ein paar Jahrzehnte später um 1858 erforschte Moritz Wagner den Berg, kam aber auch nicht bis zur Spitze. Erst 1872 schaffte es der deutsche Geologe Wilhelm Reiss mit seinem kolumbianischen Partner Angel Escobar erstmals bis zur Spitze des Cotopaxis.
Während der späten zwanziger Jahre entwickelte sich der Cotopaxi zu einer regelrechten Touristenattraktion. Fast täglich wird der Vulkan heute bestiegen. In der Regel benötigen geübte Bergsteiger ungefähr sechs bis acht Stunden für einen Aufstieg.

Der Cotopaxi als Reiseziel

Der Berg ziert an klaren unbewölkten Tagen die Skyline von Quito und gehört zur Vulkankette am Rand der Pazifischen Platte, auch „Pazifischer Feuerring“ genannt. Seit 1975 gehört auch der Nationalpark Cotopaxi  zu den  insgesamt neun geschützten Parks von Ecuador. Natürlich ist das Highlight hier der Cotopaxi selbst. Aber auch die schöne weiträumige landschaftliche Ebene verhilft zu der einmaligen Atmosphäre. Zum Park gehören Wildtiere wie Pumas, Andenkondore, Lamas und Wildpferde.

Der Nationalpark Cotopaxi besteht aus drei verschiedenen Provinzen, Cotopaxi, Pichincha und Napo. Im Park befindet sich auch noch der Nachbarvulkan Rumiñahui. Nordwestlich des Cotopaxi befindet sich der Bergsee Laguna Limpiopungo. Nordöstlich trifft man auf die Ruine einer Festung aus dem Inka-Reich des späten fünfzehnten Jahrhunderts, die Pucara El Salitre.

Der Cotopaxi gehört zu den meist bestiegenen 5.000er Bergen in Südamerika – nicht zuletzt aufgrund seiner guten Erreichbarkeit. Möglich sind eine Nord- und eine Südroute. Als Ausgangspunkt für die Besteigung bieten sich verschiedene Berghütten an. Das Refugio José-Ribas z.B. gehört zu den komfortabelsten Hütten im Lande und ist darüber hinaus auch ein vielbesuchtes Tagesziel für Wanderer. An der Südseite des Cotopaxi ist die Schutzhütte Refugio Cara Sur eine ebensolcher Ausgangspunkt.

Die angenehmere Route ist die nördliche. Die Dauer für die Besteigung umfasst insgesamt normalerweise zwei Tage. Auf der Tour trifft man auch auf eine Berghütte als Stützpunkt. Die Route ist von einer wunderschönen Kulisse umgeben, die aus Gletschern und gigantischen Eisformationen besteht. Durch die starken tageszeitlich bedingten Temperaturschwankungen, kann das Eis sehr instabil werden. Nicht zuletzt aufgrund dessen sind erfahrene und ortkundige Bergtourenleiter unumgänglich. Als etwas weniger komfortabel aber ungefähr gleichmäßig anspruchsvoll ist die Südroute einzuordnen.

Immer beliebter macht sich in der Region auch das Mountainbiken aufgrund des dafür gut geeigneten und weitläufigen Geländes.
Eine Reise zum Cotopaxi kann ganzjährig empfohlen werden. Ideal eignet sich der Zeitraum Mai bis September aber auch der Dezember. Während der übrigen Monate kommt es zum Nachmittag oft zu Nebelbildung und ab einer bestimmten Höhe sollte mit Schneefall gerechnet werden. Dies wird aber bei den Tourenplanungen weitestgehend und bestmöglich berücksichtigt.

Mit Intakt-Reisen zum Cotopaxi

Wir haben für 2014 und 2015 eine feine Auswahl mit unterschiedlichen Reisen zusammengestellt, die Ihnen auf vielfältige Weise den beeindruckenden Cotopaxi näher bringen soll. Möglich ist beispielsweise eine aktive Anden-Rundreise mit anschließender integrierter Kreuzfahrt zu den Galápagos-Inseln. Die Reise führt Sie unter anderem auch zum Cotopaxi-Nationalpark. Vom Fuß des Vulkans können Sie dessen überwältigenden Anblick genießen und auf sich wirken lassen. Wem das noch nicht reicht, für den haben wir eine intensive Bergexpedition, die Sie sowohl auf den Cotopaxi als auch auf den Chimborazo führt. Insgesamt sind für die Tour 7 Gipfel geplant. Der Ablauf ist von erfahrenen Bergsteigern gut durchorganisiert und besteht auch aus mehreren Akklimatisationsgipfeln sowie integrierten Ruhetagen, so dass Ihren persönlichen Gipfelerfolgen möglichst nichts im Weg steht.

Oder erleben Sie eine Naturrundreise in Ecuador, die Sie durch viele unterschiedliche Vegetationszonen in Ecuador führt und auch bis hin zu den Vulkanlandschaften der Anden wo Sie den Nationalpark Cotopaxi besuchen.

Etwas aktiver und sehr abwechslungsreich ist die Ecuador-Reise „Trekking Cotopaxi und Fahrradtour zum Amazonas“. Neben dem Highlight der Reise – die Besteigung des Cotopaxi – können Sie hier die ganze Vielfalt der möglichen Aktivitäten in der Region kennen lernen. Dazu gehört ein abenteuerliches Rafting im Patate-Fluss genauso wie ein Reitausflug. Entspannen Sie anschließend in heißen Thermalquellen. Und machen Sie eine unvergessliche Fahrradtour von den Anden an Wasserfällen vorbei bis hin zur Amazonasregion.

(Stand der Information 2014)