Ararat

Höchster Berg der Türkei an der Grenze zu Armenien

Allgemeine Informationen über den Ararat

Der Ararat ist ein schneebedeckter Vulkankegel in der Türkei. Er hat zwei Gipfel und ist mit 5.137 m der höchste Berg in der Türkei und auf der gesamten armenischen Hochebene. Der Große Ararat, oder Büyük Ağrı Dağı genannt, hat eine Höhe von 5.165 Metern über dem Meeresspiegel und ist der höchste Berg in der Türkei. Der Kleine Ararat, oder Küçük Ağrı Dağı genannt, steigt in einem glatten, steilen, nahezu perfekte Kegel bis zu 3.896 Meter an. Beide der Große und der Kleinen Ararat sind das Produkt eruptiver vulkanischer Aktivität und seit 2004 Teil eines Nationalparks.

Der Ararat liegt in der Region Ost-Anatolien der Türkei zwischen Doğubayazıt und Iğdır, in der Nähe der Grenze zum Iran, Armenien und Aserbaidschan. Sein Gipfel befindet sich im Westen der türkisch-iranischen Grenze und 32 km südlich der türkisch-armenischen Grenze. Das Ararat-Massiv hat in etwa einen Durchmesser von 40km. Die Ararat Ebene verläuft von Nordwesten zur westlichen Seite. Der Berg ist ein Stratovulkan welcher von Lavaströmen und pyroklastischen Auswurfmassen ohne Vulkankrater gebildet wurde. Über der Höhe von 4.100 m besteht der Berg meist aus magmatischen Gesteinen welche von einer Eisschicht bedeckt ist. Das Lava-Plateau erstreckt sich zwischen den beiden Gipfeln welche in etwa 11 km voneinander entfernt sind.

Der Berg Ararat ist in der jüdisch-christlichen Tradition wichtig, er wird mit dem „Berge von Ararat“ verbunden, auf dem nach dem Buch Genesis, die Arche Noah entlangkam um nach der Flut zu ruhen. Er spielt auch eine bedeutende Rolle in der armenischen Kultur, in der er die Heimat der Götter, so wie Olymp in der griechischen Mythologie, ist. In der modernen Ära wurde der Ararat von den Armeniern auch als Symbol ihrer nationalen Identität verehrt. Der Berg dominiert die Skyline der armenischen Hauptstadt und ist auch das nationale Symbol der Republik Armenien.

Es ist nicht bekannt wann die letzte Eruption des Ararat war und es gibt auch keine historischen oder aktuellen Beobachtungen die eine große Aktivität aufzeichnet. Es scheint aber, dass der Ararat im 3. Jahrtausend vor Christus aktiv war. Unter den pyroklastischen Strömen hat man Artefakte aus der frühen Bronzezeit und Reste von menschlichen Körpern gefunden. Es ist jedoch bekannt, dass der Berg von einem großen Erdbeben im Juli 1840 erschüttert wurde. Ein instabiler Teil des Nordhangs brach zusammen und eine Kapelle, ein Kloster und ein Dorf wurden von Schutt bedeckt.

Der Deutsche Dr. Friedrich Parrot und der Armenier Khachatur Abovian, waren die ersten Entdecker der Moderne, die den Gipfel des Ararat, im Anschluss an den Beginn der russischen Herrschaft im Jahre 1829 bestiegen. Abovian und Parrot durchquerten den Fluss Aras und gingen durch das armenische Dorf Agori am Nordhang des Ararat hoch. Im Anschluss errichteten sie ein Basislager am Kloster des Heiligen Jakob etwa auf 1.943 m Höhe. Abovian war einer der letzten Reisenden der Agori und das Kloster vor dem verheerenden Erdbeben das letzte Mal sah. Sechs Tage später, auf den Rat des  Dorfchef von Agori, wurde der Aufstieg von der nordwestlichen Seite versucht. Sie gaben auf, da Sie feststellten, dass Sie den Gipfel nicht vor Sonnenuntergang erreichen konnten. Sie erreichten den Gipfel dann endlich bei ihrem dritten Versuch, um 3:15 Uhr am 9. Oktober 1829. Abovian grub ein Loch in das Eis und errichteten ein Holzkreuz mit Blick nach Norden. Er nahm auch ein Stück Eis vom Gipfel mit und trug dieses mit sich in einer leeren Flasche. Am 8. November, kletterten Parrot und Abovian auf den Kleinen Ararat. 1845 kletterte dann der deutsche Mineraloge Otto Wilhelm Hermann von Abich mit Abovian auf den Ararat. Die Gletscher Abich I & II Gletscher wurden nach ihm benannt. Am 5. September 2009 besteigt eine Gruppe um Erik Weihenmayer den Berg. Erik Weihenmayer war die erste blinde Person, die den Gipfel des Ararat erreichte.

Der Ararat als Reiseziel

Die Schneegrenze variiert mit der Jahreszeit. Der einzig wahren Gletscher befinden sich an der Nordseite des Großen Ararat. Die mittlere Zone des Ararat, (1.500 bis 3.500 m) ist mit gutem Weidegras und etwas Wacholder bedeckt. Die lokale kurdische Bevölkerung weidet hier ihre Schafe. Das größte Teil des Großen Ararat ist baumlos oder hat eventuell ein paar Birkenhaine. Trotz der reichlich vorhandenen Schneedecke, leidet der Ararat in bestimmten Bereichen an Wasserknappheit.

Der Aufstieg ist lang aber es ist eine ziemlich einfache Route von Süden. Im Spätsommer und für Bergsteiger welche mit dem Einsatz von Pickel und Steigeisen vertraut sind. Schnee bedeckt die letzten 400 m ganzjährig. Es gibt zwei mögliche Campingplätze auf dem Berg, und der Gletscher beginnt in etwa bei 4.800 m. Die türkische Regierung fordert eine Klettererlaubnis und die Verwendung eines zertifizierten türkischen Führers. Der Ararat wurde offiziell für den Tourismus erst 1998 eröffnet, als der türkische Bergverband die Genehmigung erteilte bis zum Gipfel zu klettern.

Mit Intakt-Reisen zum Ararat

Intakt-Reisen bietet den Aufstieg zum Ararat bei der Türkei-Reise „Ararat“ und bei der Kombinationstour „Ararat-Kasbek-Elbrus“ jeweils über die klassische Südroute an. Die Tour beginnt in Dogubeyazit dem Ausgangspunkt für die Besteigung. Zur besseren Akklimatisation bieten Intakt-Reisen bei der „Ararat“-Tour ein Trekking-Vorprogramm im Kackar-Gebirge an.

(Stand der Information 2014)