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Allgemeine Informationen

Das Taj Mahal (auch Tadsch Mahal) ist ein im Jahr 1648 fertiggestelltes Mausoleum am Südufer des Flusses Yamuna am Stadtrand von Agra im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh. Der Gebäudekern sowie die Kuppel und die Minarette bestehen aus vor Ort gebrannten Ziegelsteinen, die außen wie innen mit weißen Marmorplatten verkleidet sind. Der Großmogul Shah Jahan ließ das Bauwerk zum Gedenken an seine 1631 verstorbene Frau Mumtaz Mahal („Die Auserwählte des Palastes“) errichten. Der Name Taj Mahal bedeutet auf Deutsch „Krone des Palasts“ (oder auch „Kronenpalast“). Da das Wort „Mahal“ ein Grabmal, also etwas Sächliches, bezeichnet, wird es im Deutschen oft als DAS Taj Mahal (nicht: der Taj Mahal) bezeichnet.

Das Mausoleum steht auf einem etwa fünf Meter hohen, quadratischen Unterbau. Es hat einen unregelmäßigen oktogonalen Grundriss und wird von einer knapp 30 m hohen Außenkuppel mit einem Maximaldurchmesser von 26,65 m überwölbt, die auf einem zylinderförmigen Unterbau ruht. Diese wiederum ist von vier kleinen offenen, pavillonartigen Aufbauten mit kleinen Kuppeln umstellt. Unterhalb der großen Zentralkuppel befinden sich an den vier Längsseiten des Gebäudes je ein mittelgroßer Bogen mit einer Nische, flankiert von kleineren Bögen in zwei Ebenen. Die Fassade ist nicht völlig spiegelsymmetrisch. Die vier um das Hauptgebäude angeordneten Minarette mit zwei Umgängen sind leicht vom Gebäude weg geneigt, damit sie im Falle eines Erdbebens nicht auf das Hauptgebäude stürzen.
Unter der Innenkuppel liegt ein oktogonaler (achteckiger) Zentralraum, in dem sich die Grabmäler von Mumtaz Mahal und Shah Jahan befinden. Rechts und links davon liegen mehrere kleinere Räume. In allen vier Eckräumen führt eine Wendeltreppe auf das Dach. Das Grabmal von Mumtaz Mahal liegt genau in der Mitte und ist somit im völligen Einklang mit der Symmetrie des Raumes. Das nur wenig größere Grabmal Shah Jahans wurde hingegen nachträglich hinzugefügt und steht daher asymmetrisch daneben.
Sowohl die Außenfassaden als auch die Grabmäler im Inneren sind mit Reliefs und mit vielfarbigen Marmorverkleidungen von größter Feinheit verziert. Dabei finden sich bunte florale Motive wie Lilien und Rosen, aber auch Inschriften mit Passagen aus dem Koran, die in schwarzem Marmor auf weißem Grund ausgeführt sind.
Das Taj Mahal ist von einer Mauer aus rotem Sandstein umgeben. Insgesamt gibt es 26 Kuppeln. Auch der Torbau ist mit Zitaten aus dem Koran verziert. Zwischen dem Torbau und dem Mausoleum liegt ein 18 Hektar großer Garten mit einem länglichen Wasserbecken im Zentrum.
Anders als bei persischen Grabmälern üblich liegt das „weiße“ Taj Mahal nicht im Zentrum des Gartens, sondern am nördlichen Rand. Dies legt die Vermutung nahe, dass auf dem gegenüberliegenden Ufer ein weiteres Grabmal (das „schwarze“ Taj Mahal) geplant war. Die vom Fluss getrennten Gebäude hätten sich dann im Zentrum des nunmehr großen Gartenareals befunden, was dem persischen Verständnis vom Himmel entspricht.
(Die Beschreibung stammt aus dem Beitrag von Wikipedia.)

Die britische Regierung stellte das Taj Mahal im Jahr 1904 unter Denkmalschutz. Die Gärten des Taj Mahal wurden 1908 auf Anweisung von Lord Curzon „restauriert“ und dabei weitgehend durch Rasenflächen ersetzt.

Das Taj Mahal wurde im Jahr 1983 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Aufgrund der Harmonie seiner Proportionen gilt es heute als eines der schönsten und bedeutendsten Beispiele des Mogulstils.

Das Taj Mahal in Agra
Das Taj Mahal in Agra

Taj Mahal: Die wichtigsten Fragen und Antworten (FAQ)

Ist das Taj Mahal eine Moschee?

Nein, das Hauptgebäude des Taj Mahal ist keine Moschee, sondern ein Mausoleum, also eine Grabstätte.
Auf dem großen, symmetrischen Gelände steht im Westen, in Richtung Mekka gerichtet, ein Gebäude aus rotem Sandstein, das als Moschee dient. Auf der gegenüberliegenden, östlichen Seite befindet sich ein exakt baugleiches Gebäude, das als Gästehaus genutzt wurde. Während die integrierte Moschee den religiösen Zweck auf dem Areal erfüllt, ist das Hauptgebäude mit seiner großen weißen Kuppel rein als Grabstätte und Denkmal gedacht.

Was kostet der Eintritt zum Taj Mahal?

Der Eintritt ins Taj Mahal kostet für ausländische Touristen 1.100 Rupien (etwa 12 bis 13 Euro) plus 200 Rupien (ca. 2,20 bis 2,50 Euro) für das Betreten des inneren Hauptmausoleums.
Der Eintrittspreis für indische Staatsbürger beträgt 50 INR (Gesamtpreis mit Mausoleum: 250 INR).
Kinder unter 15 Jahren: Der Eintritt ist frei (sowohl außerhalb als auch im Mausoleum).
Tickets können direkt vor Ort oder vorab online über die offizielle Website gekauft werden.

Wie lange dauerte der Bau des Taj Mahal?

Der Bau des Taj Mahal dauerte insgesamt etwa 22 Jahre (von 1632 bis 1653). Im Jahr 1632 wurde mit den Arbeiten begonnen. Das eigentliche Grabmal und der Sockel waren nach rund 15 Jahren, also etwa 1648, fertiggestellt. Die umliegenden Minarette, Moscheen und Tore nahmen weitere fünf Jahre in Anspruch, sodass die gesamte Anlage erst im Jahr 1653 vollständig abgeschlossen war. An dem Bauwerk waren über 20.000 Handwerker und Arbeiter sowie rund 1.000 Elefanten beteiligt.

Wann ist die beste Reisezeit für das Taj Mahal?

Die Monate von Oktober bis März sind die beste Reisezeit für das Taj Mahal, da das Wetter in dieser Zeit trocken und angenehm mild ist. Die Temperaturen liegen tagsüber meist bei maximal 30 °C. Es regnet kaum.
Besonders zu empfehlen sind die Monate November bis Februar, die das kühlste und klarste Klima bieten. Allerdings kann es im Dezember und Januar morgens zu Nebel kommen.
Die Monate April bis Juni sind sehr heiß, die Temperaturen steigen oft über 40 Grad. Es ist sehr anstrengend.
Die Monate Juli bis September sind die Monsunzeit, in der hohe Luftfeuchtigkeit und starke Regenfälle das Wetter bestimmen.
Die ideale Uhrzeit für die Betrachtung des Sonnenaufgangs ist direkt bei Öffnung am frühen Morgen. Das Licht ist weich, es sind noch nicht so viele Menschen unterwegs und die Hitze hält sich in Grenzen.
Das Taj Mahal ist freitags geschlossen. Planen Sie Ihren Besuch daher an einem anderen Wochentag.
Nach vorheriger Ticketbuchung ist auch eine nächtliche Besichtigung bei Vollmond (sowie zwei Tage davor und danach) möglich.

Informationen zum Erkunden des Reiseziels Taj Mahal

Bei den meisten Reisen stellt der Besuch des Taj Mahal aus gutem Grund den krönenden Schlusspunkt einer Indien-Rundreise dar.

Weitere Highlights des indischen Subkontinents sind u.a. die Haupstadt Delhi mit dem historischen Alt-Delhi mit Indiens größter Moschee und dem Regierungssitz Neu-Delhi mit dem India Gate und dem Parlamentsgebäude.

In Rajasthan lohnt der Besuch der Festungsstadt Amber mit dem „Palast der Spiegel“ sowie der Stadt Jaipur mit dem architektonischen Glanzwerk „Palast der Winde“ und einem historischen Observatorium.
Bestaunen Sie am Rande der Wüste Thar die „blaue Stadt“ Jodhpur sowie Udaipur, das „Venedig des Ostens“ am malerischen Pichhola-See.

Im Ranthambore Nationalpark können Sie auf die Suche des sagenhaften indischen Tigers gehen und weitere Wildtiere wie Panther, Leoparden, Krokodile, Schakale oder Axis-Hirsche bestaunen.

Aber auch Süd-Indien mit zahlreichen Tempelbauten, Naturschutzgebieten und Tee-Anbaugebieten ist ein Reiseziel für sich.

Hawa Mahal, der "Palast der Winde" in Jaipur
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