Machu Picchu
Allgemeine Informationen
Die Stadt liegt auf 2.430 Metern Höhe in den peruanischen Anden auf einem schmalen Bergrücken.
Sie ist von steilen Gipfeln, den mächtigen Bergen Machu Picchu und Huayna Picchu sowie tiefen Abgründen umgeben.
Oft hängen Wolken und Nebel um die Ruinen und verleihen dem Ort eine geheimnisvolle Stimmung.
Die Inka bauten die Häuser und Mauern aus riesigen Granitblöcken. Sie verwendeten keinen Mörtel, um die Steine zu verbinden. Die Steine wurden so exakt behauen und aufeinandergelegt, dass sie bei Erdbeben leicht verrutschen und anschließend wieder in ihre Position zurückfallen. Um künstliche Terrassen für die Landwirtschaft und zum Schutz vor Abrutschen zu schaffen, brachten die Inka tonnenweise Erde auf.
Geschichte: Die Spanier eroberten das Inka-Reich im 16. Jahrhundert, entdeckten Machu Picchu jedoch nie. Die Stadt blieb jahrhundertelang im Dschungel verborgen. Im Jahr 1911 machte der US-amerikanische Forscher Hiram Bingham die Ruinenstadt weltweit bekannt.
Viele Steine und Gebäude sind exakt nach den Sternen und der Sonne ausgerichtet. Ein berühmtes Beispiel ist der Intihuatana-Stein, eine alte Sonnenuhr.
Machu Picchu gehört seit 1983 zum UNESCO-Welterbe. 2007 wurde die Stätte zu einem der neuen sieben Weltwunder der Moderne gewählt.
Machu Picchu: Die wichtigsten Fragen und Antworten (FAQ)
Wann ist die beste Reisezeit für Machu Picchu?
Die beste Reisezeit für Machu Picchu ist die Trockenzeit von Mai bis September, denn dann ist das Wetter am stabilsten und die Sicht auf die Ruinen am klarsten.
Klimatische Bedingungen: Es regnet kaum, es gibt viele Sonnenstunden (bis zu 8–9 Stunden am Tag) und die Bedingungen für Wanderungen sind ideal. Die Tagestemperaturen liegen bei angenehmen 15 bis 21 °C. Nachts kann es in den Anden jedoch stark abkühlen (teilweise bis nahe den Gefrierpunkt). Nachteil: Es ist Hauptreisezeit (viele Touristen). Eintrittskarten und Züge müssen daher Monate im Voraus gebucht werden.
In den Übergangsmonaten April und Oktober ist weniger los, aber das Wetter ist wechselhaft.
In der Regenzeit von November bis März gibt es häufige, teils heftige Regenfälle. Der berühmte Inka-Trail ist im Februar wegen Wartungsarbeiten komplett geschlossen.
Wie lang ist die Anreise nach Machu Picchu?
Der direkte Fußmarsch vom Ort Aguas Calientes am Fuße des Berges hinauf zum Haupteingang von Machu Picchu dauert etwa 1,5 bis 2 Stunden.
Der Weg führt über rund 1.900 steile Steintreppen durch den Dschungel. Schnelle oder sehr fitte Wanderer schaffen es in ca. 35 bis 45 Minuten, gemütlichere Geher brauchen bis zu zwei Stunden.
Wer nicht wandern möchte, kann den Shuttlebus von Consetur nehmen (Fahrtzeit: ca. 25 Minuten).
Nach dem Einlass können Sie Wanderungen auf die umliegenden Gipfel unternehmen:
– Huayna Picchu (der steile Nachbarberg): ca. 2 Stunden für den Auf- und Abstieg.
– Machu Picchu Berg (Montaña): ca. 1,5 bis 2 Stunden bis zum Gipfel.
Mehrtägige Treks (z. B. der klassische Inka-Trail) dauern meist vier Tage und umfassen 43 bis 46 Kilometer zu Fuß.
Wie anstrengend ist ein Besuch von Machu Picchu?
Ein Besuch von Machu Picchu ist bei normaler Anreise mit Bus und Zug zwar nur mäßig anstrengend, aufgrund der Höhenlage und der vielen Treppenstufen aber körperlich durchaus fordernd.
Der Aufwand für eine normale Besichtigung (mit Bus und Zug) ist gering bis moderat. Wer mit dem Zug nach Aguas Calientes fährt und den Shuttlebus zu den Ruinen nimmt, braucht keine besondere sportliche Fitness.
Eine Herausforderung vor Ort ist das Gelände der Inka-Zitadelle mit seinen unebenen Wegen und 1.500 bis 1.700 Treppenstufen
Besteigung der Zusatzberge (Huayna Picchu oder Machu Picchu Berg):
Der Aufwand ist hoch und schweißtreibend. Diese Gipfel bieten spektakuläre Ausblicke, verlangen aber nach steilen, schmalen Kletterpartien über jahrhundertealte Inka-Treppen. Der Huayna Picchu ist sehr ausgesetzt und steil, der große Machu-Picchu-Berg ist länger, aber etwas moderater.
Mehrtägiges Trekking (Inka-Trail, Salkantay-Trek):
Aufwand: extrem anstrengend. Diese Touren führen über Pässe von bis zu 4.200 Metern Höhe und erfordern eine gute körperliche Grundkondition sowie Akklimatisierung.
Was kostet der Eintritt für Machu Picchu?
Ein Standard-Eintrittsticket für Machu Picchu kostet für Erwachsene offiziell 163 Soles (ca. 40 bis 45 Euro). Für Kinder bis 12 Jahre liegt der Preis bei 88 Soles.
Eintrittspreise im Überblick:
Erwachsene (Standard): 163 Soles (ca. 40–45 Euro)
Kinder (bis 12 Jahre): 88 Soles (ca. 22–24 Euro)
Zusatztickets (z. B. Huayna Picchu oder Machu Picchu Berg): extra Kosten (ca. 48 Soles Aufpreis oder Kombi-Tickets ab ca. 55–78 Euro)
Offizielle Website: Die günstigsten Originalpreise erhalten Sie direkt über das peruanische Kulturministerium bzw. offizielle Buchungsportale. Anbieter im Internet bieten oft einfachere Buchungsprozesse auf Deutsch an, sind jedoch teurer.
Frühzeitig buchen: Die Eintrittskarten sind streng limitiert und oft Monate im Voraus ausgebucht.
Touristische Höhepunkte
Die Stadt wurde wahrscheinlich um 1450 auf Befehl des Inka-Herrschers Pachacútec Yupanqui erbaut, der von 1438 bis 1471 regierte. Er schuf die Grundlagen für die Ausdehnung des mächtigen Inkareiches und führte den Kult um den Sonnengott Inti ein.
Die Stadt umfasste 216 steinerne Bauten, die auf Terrassen lagen und durch ein System von Treppen verbunden waren. Bis heute erhalten sind die meisten Terrassen mit ihren in die Mauern eingebauten kleinen Wasserablauföffnungen und den etwa 3.000 Stufen. Ebenso erhalten sind die Kanalverbindung von der außerhalb der Stadtanlage befindlichen Wasserquelle zu den kaskadenförmig gestaffelten Brunnenbecken, die Außenmauern der Tempel und die zum Teil mehrgeschossigen Wohnbauten.
Die Forschung geht heute davon aus, dass die Stadt in ihrer Hochblüte bis zu 1.000 Menschen beherbergen und versorgen konnte. Die Anlage, deren ursprünglicher Name nicht überliefert ist, wurde nach einem der nahe gelegenen Berggipfel benannt, zwischen denen sie liegt.
Informationen zum Erkunden des Reiseziels Machu Picchu
Peru ist definitiv eine Reise wert. Das Land in Südamerika begeistert mit einer faszinierenden Mischung aus reicher Inka-Kultur, weltberühmten Sehenswürdigkeiten wie Machu Picchu, einer atemberaubenden Natur mit Anden und Amazonas sowie einer hervorragenden Küche, die als eine der besten und abwechslungsreichsten auf dem gesamten südamerikanischen Kontinent gilt. Peru eignet sich sowohl für organisierte Rundreisen als auch für individuelle Backpacker-Touren.
Highlights:
Kultur: die Inka-Stadt Machu Picchu, die koloniale Stadt Cusco und die mystischen Nasca-Linien.
In puncto Natur sind der Titicacasee, der tiefe Colca Canyon und die Gletscher im Norden besonders sehenswert.
Die touristischen Routen in den Anden, zum Beispiel nach Cusco und zur Ruinenstadt Machu Picchu, sind relativ sicher. In Großstädten wie Lima kommt es dagegen häufiger zu Diebstählen und Überfällen.