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Allgemeine Informationen

Die Victoriafälle sind ein breiter Wasserfall des Sambesi, der sich zwischen den Grenzstädten Victoria Falls in Simbabwe und Livingstone in Sambia befindet. Seit 1989 zählen sie zum UNESCO-Weltnaturerbe.
Der erste Europäer, der die Victoriafälle mit eigenen Augen sah, war der schottische Missionar und Afrikareisende David Livingstone. Nachdem er 1851 von diesem Wasserfall gehört hatte, landete er am 16. November 1855, vier Jahre später, auf der kleinen Insel, die direkt an der Kante liegt, über die sich der Sambesi in die Tiefe stürzt und die heute den Namen Livingstone Island trägt. Tief beeindruckt beschrieb er den Wasserfall als „das Schönste, das er in Afrika je zu Gesicht bekam“ und gab ihm den Namen „Victoriafälle“ – zu Ehren der damaligen britischen Königin Victoria.
Die einheimischen Kololo nennen den Wasserfall hingegen Mosi-oa-Tunya („donnernder Rauch“). Der Name verweist auf den Wassersprühnebel, der von den Fällen in bis zu 300 Metern Höhe aufsteigt und noch in bis zu 30 Kilometern Entfernung zu sehen ist.

Regenbogen an den Victoria-Fällen
Regenbogen an den Victoria-Fällen

Victoria-Fälle: Die wichtigsten Fragen und Antworten (FAQ)

Wann ist die beste Reisezeit für die Victoria-Fälle?

Die beste Reisezeit für die Victoriafälle hängt davon ab, ob Sie gewaltige Wassermassen oder optimale Bedingungen für Tierbeobachtungen und Aktivitäten suchen.
Von Februar bis Mai (Regenzeit/Hochwasser) führen die Wasserfälle das meiste Wasser und sind ein beeindruckendes Naturschauspiel. Allerdings schränkt der enorme Sprühnebel die Sicht ein und erschwert das Fotografieren.
Juni bis August (die beste Balance): Der Wasserstand ist noch eindrucksvoll, aber der Sprühnebel lässt nach. Es gibt angenehme Temperaturen und eine gute Sicht auf die Felswände.
September bis Oktober (Trockenzeit/Niedrigwasser): Perfekt für Aktivitäten wie Rafting oder das Baden im berühmten Devil’s Pool auf der sambischen Seite. Es ist die ideale Zeit für Safaris in den umliegenden Nationalparks, da sich die Tiere an den verbleibenden Wasserlöchern sammeln.
Nachteile der Regenzeit (Dezember bis März):
– Heftige Regenfälle können zu überschwemmten, schlammigen oder unpassierbaren Straßen führen. Das ist besonders für Selbstfahrer mit Mietwagen gefährlich.
– Die Wildtiere im Etosha-Nationalpark verteilen sich in der grünen Landschaft und sind nicht an wenige Wasserstellen gebunden.
– Die Region im äußersten Nordosten Namibias (Caprivi) ist in dieser Zeit besonders von starkem Regen und einem erhöhten Malaria-Risiko betroffen.
– Es ist oft sehr schwül und heiß mit Tagestemperaturen über 30 °C.

Wieviel kostet der Eintritt zu den Victoria-Fällen?

– Eintritt auf der simbabwischen Seite:
Erwachsene (internationale Besucher): 50 USD pro Person und Tag (in älteren Quellen ist teilweise noch der Preis von 30 USD angegeben; seit der Anpassung liegt der reguläre Preis bei 50 USD).
Kinder: ca. 25 USD.
– Eintritt auf der sambischen Seite: Erwachsene (internationale Besucher): 20 USD pro Person und Tag.
Kinder (6 bis 16 Jahre): 10 USD (jüngere Kinder oft frei).
Die Tickets gelten in der Regel für den einmaligen Eintritt (kein Wiedereintritt am selben Tag mit demselben Ticket).
Ein Hubschrauber-Rundflug über die Victoriafälle, auch „Flight of the Angels” genannt, kostet pro Person ab ca. 150 USD (ca. 140–170 €).
Der klassische Kurztarif dauert etwa 12 bis 15 Minuten. Manchmal fallen zusätzliche Gebühren wie Park- oder Landegebühren in Höhe von ca. 15 USD an. Ausgiebigere Flüge über die Batoka-Schlucht oder den Sambesi kosten zwischen 215 und 385 USD.
(Stand: August 2026)

Informationen zum Erkunden des Reiseziels Victoria-Fälle

In der unmittelbaren Umgebung der Victoriafälle gibt es einen Regenwald, der nur dank der Feuchtigkeit des Sprühnebels existiert. Dieser entsteht, wenn sich die Wassermassen des Sambesi auf einer Breite von 1.708 Metern in eine quer zum Flusslauf liegende, 110 Meter tiefe und kaum mehr als 50 Meter breite Schlucht mit steilen Felswänden aus Basalt ergießen. Damit sind die Victoriafälle der breiteste durchgehende Wasserfall der Erde. Zum Ende der Regenzeit im Februar und März, wenn der Sambesi durch die Niederschläge stark angeschwollen ist, schießen bis zu 10.000 m³/s Wasser über den Nordrand der Schlucht in die Tiefe. Doch auch in den meisten anderen Monaten des Jahres wird der Wasserfall seinem Titel „größter Wasservorhang der Erde“ gerecht. In den Monaten September und Oktober, zum Ende der Trockenzeit, kann die Wassermenge jedoch auf nur 170 m³/s schrumpfen. Dann bleiben von der sonst tosenden Flut nur einige wenige Rinnsale übrig.
Seit 1934 stehen die Victoriafälle grenzübergreifend unter Schutz und sind seit 1972 Teil des Mosi-oa-Tunya-Nationalparks. Der eher kleine, aber touristisch weitgehend erschlossene Nationalpark erstreckt sich von den Fällen etwa zwölf Kilometer stromaufwärts und umfasst etwa 66 Quadratkilometer. Darüber hinaus liegen die Victoriafälle auf dem Gebiet der Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area, einem internationalen Schutzgebiet im südlichen Afrika, das seit März 2012 besteht.
Eine besondere Touristenattraktion ist der Devil’s Pool (Schwimmbecken des Teufels), ein kleines natürliches Becken, das unmittelbar an der westlichen Kante des Wasserfalls liegt. Es kann bei niedrigem Wasserstand im Fluss, d. h. in den Monaten September bis Dezember, relativ gefahrlos zum Baden genutzt werden.