Rundreisen in Afrika, Amerika, Asien, Arktis-Antarktis, Europa

Allgemeine Informationen

Das Great Barrier Reef ist das größte Korallenriff der Welt. Es erstreckt sich über 2.300 Kilometer vor der Nordostküste Australiens. Mit einer Fläche von rund 350.000 Quadratkilometern ist es fast so groß wie Deutschland. Es besteht aus rund 2.900 Einzelriffen und etwa 900 Inseln. Seit 1981 gehört es zum UNESCO-Weltnaturerbe. Es ist die Heimat von über 1.500 Fischarten, Hunderten von Korallenarten und sechs der sieben weltweit vorkommenden Meeresschildkrötenarten. Auch Haie, Wale, Delfine und Seekühe leben in diesem Ökosystem. Angriffe von Haien auf Menschen sind sehr selten. Die meisten Haie meiden Menschen oder ignorieren sie völlig. Tödliche Vorfälle sind die absolute Ausnahme, kommen aber wie in jedem offenen Ozean gelegentlich vor. Das Schnorcheln am Great Barrier Reef ist im Allgemeinen nicht gefährlich, wenn Sie sich an die Sicherheitsregeln halten und geführte Touren nutzen.

Ein besonderes Ereignis ist die jährliche, farbenprächtige Korallenblüte, die der Vermehrung der Korallen dient. Sie findet während des australischen Frühjahrs im November am Great Barrier Reef statt und richtet sich nach einem streng vorgegebenen Zeitplan der Natur. Die den Zeitpunkt beeinflussenden Faktoren sind die Wassertemperatur von etwa 27 °C, die Tageslänge und die Mondphase. Nur ein minutiös aufeinander abgestimmter Ausstoß der Eizellen und Samen in großer Menge gewährleistet unter den durch Fressfeinde und starke Meeresströmungen verursachten schwierigen Bedingungen eine erfolgreiche Fortpflanzung der Tiere.

Atoll im Great Barrier Reef
Atoll im Great Barrier Reef

Great Barrier Reef: Die wichtigsten Fragen und Antworten (FAQ)

Wo liegt das Great Barrier Reef?

Das Great Barrier Reef erstreckt sich an der Ostküste des australischen Bundesstaates Queensland im Korallenmeer von der Torres-Straße bis zur rund 75 Kilometer nordöstlich von Bundaberg gelegenen Lady-Elliot-Insel. Es ist im Laufe seiner Evolution auf eine Länge von gut 2.300 Kilometern angewachsen und reicht damit vom 10. bis zum 24. südlichen Breitengrad. Es liegt zwischen 30 Kilometern (bei Cairns) und rund 250 Kilometern (bei Gladstone) von der fast parallel verlaufenden australischen Ostküste entfernt.

Wann ist am Great Barrier Reef die Zyklon-Gefahr besonders groß?

Das Riff liegt vollständig in den Tropen sowie im Durchzugsgebiet der südpazifischen Zyklone. Die Zyklon-Saison dauert von Oktober bis März, besonders regenreich ist der Herbst (Februar/März). Die monatliche Niederschlagsmenge reicht dann von 215 mm in Rockhampton im Süden des Riffs über 350 mm in Mackay und Townsville bis zu 525 mm in Cairns und auf der Kap-York-Halbinsel. In diesem Gebiet ist es zwischen März und Oktober trocken.

Wie ist das Great Barrier Reef entstanden?

Die Riffbildung durch kalkabsondernde Steinkorallen war kein kontinuierlicher Prozess. Als Folge der Eiszeiten und des damit verbundenen Absinkens des Meeresspiegels trockneten die von Korallen besiedelten Gebiete mehrfach aus und die Korallenpolypen starben ab. Zurück blieben jeweils Erhebungen aus Küstenkalkstein, der im Laufe der Zeit durch Sedimentation entstanden war. Während der ebenso regelmäßig wiederkehrenden Überflutungen, die durch die auf jede Eiszeit folgende Eisschmelze verursacht wurden, siedelten sich die Korallen auf dem verbliebenen Sedimentgestein immer wieder neu an und schufen weitere Kalkberge. Diese dienten der Nachfolgegeneration jeweils als Fundament.
Aufgrund der fortwährenden Meeresboden-Absenkung bzw. des Meeresspiegelanstiegs wächst diese Riffbarriere auf dem Kontinentalsockel seewärts. Zur Küstenseite ist das Riff durch eine breite, 50 bis 100 Meter tiefe Lagune, die mit kleineren Riffen und Korallenbänken durchzogen ist, vom Festland getrennt. Auf der dem Festland abgewandten Seite, dem sogenannten Outer Reef, fällt das Barriereriff bzw. der Kontinentalabhang, an dem das Riff liegt, teilweise bis in eine Tiefe von 2.000 Metern steil zum Meeresboden hin ab.
Die mittleren und südlichen Teile des Riffs sind erst später entstanden. Dort sind die einzelnen Barriereriffe in wesentlich weniger kompakten Formationen angeordnet.
Auf den ebenen Anhöhen der versunkenen Gebiete haben sich Plattformriffe unterschiedlicher Größe gebildet. Sie sind dort entstanden, wo der Meeresboden so weit an den Meeresspiegel heranreichte, dass der Lichteinfall stark genug war, um eine Ansiedlung von Korallen zu ermöglichen. Einige dieser Riffe erreichen inzwischen einen Durchmesser von bis zu 15 Kilometern.

Touristische Höhepunkte

Das Great Barrier Reef ist das einzige von lebenden Organismen erbaute System, das aus dem Weltraum erkennbar ist. Es ist die Heimat von rund 1.500 Fischarten, 400 bis 500 Korallenarten, 4.000 Weichtieren sowie zahlreichen Haien, Rochen und Meeresschildkröten. Hier findet jedes Jahr das weltweit größte Korallen-Laich-Ereignis statt, bei dem Millionen von Korallen ihre Gameten zeitgleich ins Wasser abgeben.
Die Besucher des Great Barrier Reef spielen eine wichtige Rolle beim Schutz dieses ikonischen Wahrzeichens. Es gibt viele Aktivitäten und Touren, die das Riff kaum beeinträchtigen und bei denen der Schwerpunkt auf Erhalt, Schutz und Wiederherstellung liegt.
Erkunden Sie unter Wasser die einzige Unterwasser-Kunstgalerie der südlichen Hemisphäre. Hier haben Sie die Gelegenheit, die Schönheit des Riffs zu erkunden und gleichzeitig zum Erhalt dieses ganz besonderen Ökosystems beizutragen.
Abgesehen vom Schnorcheln und Tauchen gibt es hier noch einige andere besondere Möglichkeiten, dieses Naturwunder zu erleben. Finden Sie eine Tour zum Great Barrier Reef, die zu Ihnen passt. Die erfahrenen Reef Guides werden ihr umfangreiches Wissen über die Geschichte, die Bewohner und die Zukunft des Riffs mit Ihnen teilen. Vom Tauchen an direkt vor der Küste liegenden Schiffswracks bis hin zu mehrtägigen Tauchsafaris am Außenriff können Sie unglaubliche Tauchgänge am Great Barrier Reef erleben.
Hubschrauberflüge, private Inselpicknicks und Begegnungen mit Meeresbewohnern sind nur einige der Möglichkeiten, die Ihnen unvergessliche Erinnerungen bescheren, wenn Sie das Riff besuchen.
Schildkröten, Wale, Mantas und sogar Haie gehören zu den „Great Eight“ (Clownfische, Riesenmuscheln, Mantarochen, Napoleon-Lippfische, Riesenzackenbarsche, Haie, Schildkröten und Wale), den Meeresbewohnern, die Sie bei Ihrem Besuch des Great Barrier Reef entdecken können.

Auch wenn das berühmte Great Barrier Reef und der ebenfalls als Weltnaturerbe gelistete Wet-Tropics-Regenwald in der Region Cairns liegen, ist auch die Stadt Cairns selbst ein Highlight! In der Nähe erwarten Sie tolle Cafés, belebte Märkte und zahlreiche Strände. Entspannen Sie am Pool des Resorts oder verbringen Sie Ihre Tage damit, diese tropische Oase zu erkunden.

"Blühende" Korallen
"Blühende" Korallen

Mit Intakt-Reisen unterwegs: Great Barrier Reef

Es gibt etwa 820 Anbieter von Fahrten zum Riff, die insgesamt rund 1.500 Boote sowie Hubschrauber und Kleinflugzeuge für Touren bereitstellen. Sie operieren von den Küstenstädten aus. Dabei entfallen 85 Prozent des Tourismus auf die beiden Städte Cairns und Airlie Beach. Insgesamt trägt das Riff zu rund 70.000 Arbeitsplätzen und einer direkten Wirtschaftsleistung von über drei Milliarden Euro bei.
In den Städten bieten die Unternehmen Ausflüge an – von Tagestouren bis zu mehrwöchigen Segeltörns. Die Fahrzeuggröße reicht von kleinen Segelbooten bis hin zu großen Katamaranen mit über 400 Plätzen.
Das Riff kann man sowohl trockenen Fußes durch eine Fahrt mit einem Glasbodenboot oder einem Halb-U-Boot als auch durch einen Besuch eines der unzähligen Unterwasserobservatorien bestaunen. Am meisten nachgefragt sind allerdings Schnorcheln und Tauchen.
Die idealen Reviere zum Tauchen und Schnorcheln liegen am äußeren Gürtel des Riffs, dem sogenannten Outer Barrier. Durch die Nähe zum offenen Meer ist die Sichtweite unter Wasser erhöht, da sich weniger Sedimente ablagern können. Für den Massentourismus und Tauchanfänger wurden im Außenriff Pontons fest verankert, die mit Schiffen angefahren werden. Oftmals sind die umgebenden Gebiete mit Netzen abgegrenzt, um Taucher und Schnorchler vor Angriffen von Riffhaien zu schützen.