Madeira
Blumeninsel im Atlantik
Allgemeine Informationen
Madeira ist eine Gruppe aus vier Inseln, die westlich der marokkanischen Küste (Afrika) im Atlantik liegen. Die Inselgruppe ist besonders für den gleichnamigen Wein und das warme, subtropische Klima bekannt. Die Hauptinsel ist vulkanischen Ursprungs und verfügt über eine grüne, zerklüftete Landschaft, hohe Steilfelsen und Steinstrände. In der Hauptstadt Funchal sind vor allem der Botanische Garten und der Hafen sehenswert. Die Stadt ist für ihr großes Silvesterfeuerwerk bekannt. Auch die kleinere Insel Porto Santo ist vor allem für Wanderer interessant.
Die Hauptinsel, die auch als „Blumeninsel“ bekannt ist, hat einen Mittel- bis Hochgebirgscharakter. Die Küste fällt steil ins Meer ab. Der höchste Berg ist der 1.862 m hohe Pico Ruivo. Er bildet zusammen mit dem Pico do Arieiro, dem Pico das Torres und dem Pico Grande das Hochgebirge der Insel. Das Lavagestein ist hier sehr zerklüftet und zeigt interessante Felsformationen.
Im Westen der Insel liegt das Hochmoor Paul da Serra. Es handelt sich dabei um eine relativ ebene Hochfläche in einer Höhe von 1.300 bis 1.500 Metern über dem Meer. Nördlich der Hochfläche schließt sich das Tal des Ribeira da Janela, das mit 12 km längste Tal der Insel, an.
Während es im Norden der Insel häufig regnet, ist es im Süden eher trocken. Der vorherrschende Wind weht aus Nordost. Er entsteht vor der Küste Portugals und zieht in Richtung der Kapverdischen Inseln. Dieser Wind bringt Feuchtigkeit mit sich, die an der Nordküste für hohe Wellen und an der Ostseite der Insel für häufig unbeständiges Wetter, besonders morgens, sorgt. Bei westlicher Windrichtung kann es im Osten sonnig und trocken sein, während es im Süden und Westen regnet. Die durchschnittliche Tageshöchsttemperatur schwankt zwischen 19 °C im Januar und Februar und 26 °C im August und September.
Madeira: Die wichtigsten Fragen und Antworten (FAQ)
Wann ist die beste Reisezeit für Madeira?
Die beste Reisezeit für Madeira ist von April bis Oktober. In dieser Zeit herrscht warmes, trockenes Wetter, das ideale Bedingungen für Wanderungen und Strandbesuche bietet. Die Monate April bis Juni gelten als die beste Zeit, wenn die Insel blüht und die Temperaturen ideal sind. Die Sommermonate (Juli bis Oktober) sind perfekt zum Baden, während der Frühling (April bis Juni) ideal für die Blütenpracht ist. Aufgrund des milden Klimas ist die Insel ganzjährig attraktiv. Die Südküste ist meist sonniger und geschützter als der Norden.
Das Klima auf Madeira im Überblick:
– Sommer (ca. 22–28 °C): trocken, warm und ideal für alle Outdoor-Aktivitäten.
Winter (ca. 17–20 °C): mild, aber regnerischer, besonders im Januar und Februar.
Madeira ist aufgrund der ganzjährig milden Temperaturen ein beliebtes Reiseziel im Frühjahr und Herbst, um die Hauptbesucherströme zu vermeiden.
Was ist so besonders an Madeira?
Die „Insel des ewigen Frühlings“ besticht durch imposante Vulkanlandschaften, den größten zusammenhängenden Lorbeerwald der Welt, der zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört, sowie durch ihr ganzjährig mildes Klima. Besonders sind auch die zahlreichen Wanderwege (Levadas) entlang alter Bewässerungskanäle, die natürlichen Lavapools in Porto Moniz und die spektakuläre Steilküste.
Dank des Klimas blühen Strelitzien, Orchideen und Bougainvillea ganzjährig, weshalb Madeira auch Blumeninsel genannt wird.
Außerdem kann man vor der Küste ganzjährig Wale und Delfine beobachten.
Die Hauptstadt Funchal ist für ihre Markthalle „Mercado dos Lavradores“ bekannt, in der unter anderem exotische Früchte und Fisch verkauft werden.
Das farbenprächtige Blumenfestival („Festa da Flor“), der Karneval und die prachtvolle Weihnachtsbeleuchtung ziehen viele Besucher an.
In Funchal kann man in traditionellen Korbschlitten die Straße hinabsausen.
Madeira ist auch ein ausgezeichnetes Revier zum Tauchen und Schnorcheln, besonders im Naturreservat Garajau.
Wie lange sollte man auf Madeira bleiben?
Eine Woche ist ein sehr guter Zeitraum, um die schönsten Seiten der Insel – wie Levada-Wanderungen, Funchal und die Steilküsten – entspannt kennenzulernen. Für einen kurzen Überblick reichen 3 bis 4 Tage aus, Wanderern und Naturliebhabern empfehlen sich jedoch 10 bis 14 Tage, um die Vielfalt der Insel ohne Zeitdruck zu genießen.
Der Flug von Deutschland (Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Leipzig/Halle und München) nach Funchal dauert in der Regel viereinhalb Stunden.
Touristische Höhepunkte
Eine der größten touristischen Attraktionen Madeiras ist die üppige und artenreiche Vegetation, eine Verbindung von tropischen und mediterranen Pflanzenwelten, die sich durch eine Vielzahl unterschiedlicher Grüntöne in verschiedenen Formen und Größen auszeichnet.
Um dieses auf globaler Ebene seltene Naturerbe zu bewahren, wurde 1982 der Naturpark Parque Natural da Madeira geschaffen. Der als biogenetisches Schutzgebiet klassifizierte Park beherbergt eine einzigartige Flora und Fauna mit einigen seltenen Spezies.
Taucher können das türkisfarbene Wasser des Naturschutzgebiets Reserva Natural do Garajau erforschen. Zu der einheimischen Meeresfauna gehören einige großwüchsige Fische, wie beispielsweise Zackenbarsche.
Vogelbeobachter werden von diesem Archipel begeistert sein, denn hier gibt es einige endemische Arten zu entdecken.
Die Nachbarinsel Porto Santo wird aufgrund ihres neun Kilometer langen Strands aus feinem Sand, der von türkisblauem Wasser umspielt wird, auch „Ilha Dourada“ (Goldene Insel) genannt. Sie liegt mitten im Atlantik, ist 11 Kilometer lang und 6 Kilometer breit.
Der Höhepunkt des Jahres auf Madeira ist das alljährlich nach Ostern stattfindende Blumenfest. Funchal feiert die für den Frühling typische Blütenpracht, die auf Madeira wegen des subtropischen Klimas besonders üppig ausfällt, mit der großen Veranstaltung Festa da Flor. Am Samstag kommen Tausende festlich gekleidete Kinder zusammen, um beim Bau einer Blumenwand, der sogenannten Mauer der Hoffnung, mitzumachen. Am Sonntag ziehen Dutzende von Motivwagen beim großen Blumenumzug durch die Stadt. Sie sind über und über mit den typischen Blüten der Insel geschmückt und erfüllen die Luft mit ihrem zarten, vergänglichen Duft.
Der Botanische Garten von Madeira oberhalb von Funchal beherbergt mehr als 2.000 exotische Pflanzen aus allen Erdteilen, von denen einige in ihren Ursprungsländern vom Aussterben bedroht sind.
Informationen zum Erkunden des Reiseziels Madeira
Madeira lebt vom Tourismus. Es ist der wichtigste Wirtschaftszweig auf der Insel. Die Anzahl der Touristen steigt von Jahr zu Jahr. Über 1,3 Millionen Urlauber waren es im Jahr 2017. Madeira ist vor allem ein bekanntes Ferienziel für Briten und Deutsche, die jeweils ca. 20% der Urlauber ausmachen. Gefolgt von Portugiesen, Franzosen und Holländern.
Engländer waren die ersten Touristen auf Madeira. Reiche und Adlige begannen Mitte des 19. Jh. Madeira als Reiseziel zu entdecken. Das milde, ausgeglichene Klima lockte viele Briten an, hier längere Zeit zu leben.
Der Flughafen von Madeira wurde 1964 eröffnet. Die Landebahn wurde im Jahr 2000 um 1.020 Meter verlängert, so dass jetzt alle Flugzeugtypen landen können.
Madeira bietet verschiedene Zugänge zum Meer mit guten Bedingungen für Wassersport und zum Tauchen. Besonders die Insel Porto Santo ist der ideale Ort, dem Stress zu entfliehen und z.B. eine Thalassotherapie zu machen. Oder einen Strandurlaub in Verbindung mit ein paar Golfpartien.
Mit Intakt-Reisen unterwegs: Madeira
Die beeindruckende Natur der Insel lädt geradezu zum Wandern ein.
Auf den unzähligen Wanderwegen, den sogenannten Levadas, geht es quer über die Insel oder entlang der Steilküste im Nordwesten. Manchmal führt die Wanderung auch durch unbeleuchtete Tunnel, also Taschen- bzw. Kopflampe nicht vergessen!
Mit einem Netzwerk von über 2.150 km sind die Levadas ein zentrales Kulturgut der Insel. Entlang dieser künstliche Bewässerungskanäle, die Wasser aus niederschlagsreichen Gebieten zu landwirtschaftlichen Flächen leiten, verlaufen Pfade, die heute als weltweit einzigartige Wanderwege durch Lorbeerwälder, Tunnel und an Steilküsten vorbei genutzt werden.
Von der Paul-Ebene aus geht es hinab ins grüne Janela-Tal, das längste Tal der Insel.
Besteigen Sie den höchsten Berg der Insel, den 1.862 m hohen Pico Ruivo, und wandern Sie über die Bergkämme zur zweithöchsten Erhebung, dem 1.818 m hohen Pico do Arieiro.
Der Osten, vor allem die Halbinsel São Lourenço, verblüfft mit wilden Felsklippen und intensiven Farben.
Lohnenswert ist auch eine Reiseverlängerung auf der wild-schönen Nachbarinsel Porto Santo mit ihren berühmten „Orgelpfeifen“, den wie von Menschenhand geschaffenen Basaltsäulen.