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Allgemeine Informationen

Sardinien, die zweitgrößte Insel im Mittelmeer nach Sizilien, ist als die „Karibik Europas“ bekannt. Sie lockt mit kristallklarem Wasser, weißen Stränden und einer rauen, bergigen Landschaft.
Sie erstreckt sich von Norden nach Süden über ca. 270 km und von Osten nach Westen über ca. 145 km. Die Insel hat eine Fläche von 23.833 km². Mit ihren kleinen vorgelagerten Inseln erreicht sie eine Küstenlänge von 1.848,6 Kilometern. Im Norden ist es nur durch die 12 km breite Straße von Bonifacio von der Nachbarinsel Korsika getrennt.
Hügel- und Berglandschaften prägen mehr als vier Fünftel der Insel. Die höchsten Erhebungen sind die Punta La Marmora mit 1.834 m und der Bruncu Spina mit 1.829 m. Der zweithöchste Gebirgszug ist das Supramonte im Nordosten der Insel mit bis zu 1.463 m Höhe.

Beliebte Reiseziele sind die Costa Smeralda, die Costa Rei und die Westküste. Sardinien ist ein Paradies für Badeurlauber, Wanderer und Kulturliebhaber, die beispielsweise die prähistorischen Nuraghen besichtigen können.

Das Klima ist im Wesentlichen mediterran mit warmem Frühling und Herbst, heißem Sommer und mildem Winter.

Sardinien gilt als Naturreservat, in dem Tausende seltener Tier- und Pflanzenarten unter Schutz stehen.

Viele Sarden sprechen noch etwas Sardisch, eine zur Familie der romanischen Sprachen gehörende Sprache. Im öffentlichen Leben dominiert jedoch eindeutig das Italienische; seit dem späten 18. Jahrhundert gilt die sardische Sprache als hochgradig gefährdet.

In der Barbagia im Norden Sardiniens ist die A-cappella-Gesangsform Canto a Tenore bekannt, die sich bei den Schäfern der Insel entwickelt hat.

Steilküste in Cala Goritzé
Steilküste in Cala Goritzé

Sardinien: Die wichtigsten Fragen und Antworten (FAQ)

Wann ist die beste Reisezeit für Sardinien?
Die beste Reisezeit für Sardinien sind die Monate Mai, Juni, September und Oktober. Sie bieten angenehme Temperaturen für Strandurlaub, Wandern und Rundreisen, während die Hitze des Hochsommers (Juli/August) und die größten Touristenmassen vermieden werden. Das Klima ist mild und sehr sonnig.
Badeurlaub: Juni bis September (Wassertemperaturen über 20°C).
Aktivurlaub & Wandern: April bis Juni und September/Oktober.
Nebensaison/Preise: Mai und Oktober sind ideal für günstigere Preise und weniger volle Strände.

Ist eine Sardinien-Reise teuer?
Sardinien ist etwas teurer als das italienische Festland, aber mit guter Planung durchaus erschwinglich. Die Monate Juli und August sind am teuersten, während Mai, Juni und September ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Restaurants können kostspielig sein, besonders in touristischen Hotspots. Die Kosten können durch Selbstverpflegung mit Lebensmitteln aus dem Supermarkt deutlich gesenkt werden.

Wie viele Tage sollte man für Sardinien einplanen?
Sardinien ist eine recht große Insel. Wer sie komplett erkunden möchte, benötigt etwa zehn Tage. Wie viel Zeit Sie letztlich benötigen, hängt davon ab, wie viel von der Insel Sie sehen möchten.

Für welches Getränk ist Sardinien bekannt?
Sardinien ist für seinen Likör Mirto bekannt. Er ist das beliebteste Getränk der Insel und allgegenwärtig. Dieser einzigartige Likör wird aus der einheimischen Myrte gewonnen, die auf Sardinien wild wächst.

Touristische Höhepunkte

Die Costa Smeralda an der Nordostküste Sardiniens ist für ihr türkisblaues Wasser, ihre traumhaften Strände und ihr pulsierendes Nachtleben bekannt. Der bekannteste Ort ist Porto Cervo mit seinem Yachthafen.
Die Altstadt von Cagliari glänzt unter anderem mit dem in den Fels gemeißelten römischen Amphitheater und der Bastion Saint Remy. Empfehlenswert ist ein Besuch des Botanischen Gartens und des Archäologischen Museums.
Die Inselgruppe La Maddalena vor der Costa Smeralda lädt zu Schnorchel- und Tauchausflügen ein. In der Spiaggia Rosa sorgen Mikroorganismen für eine rosa schimmernde Färbung des Sandes.
Alghero ist eine mittelalterliche Stadt mit Festungsmauern, gotischen Kirchen, pittoresken Plätzen und Restaurants.
Die Neptungrotte an der steilen Westküste kann nur vom Boot aus erreicht werden (ab Alghero). In dieser Tropfsteinhöhle leuchten die Stalaktiten und Stalagmiten gelblich bis rötlich.
Der Zugang zur Cala Goloritzé an der steilen Ostküste ist nur über einen etwa fünf Kilometer langen Wanderweg möglich. Bekannt ist die Felsnadel Aguglia, die von der Wasserseite aus am besten zu sehen ist.
Die Küstenstadt Bosa ist berühmt für ihre in den verschiedensten Farben angemalten Häuser und die Burg oberhalb der kleinen Stadt.
Die Ruinen von Su Nuraxi gehören zu den zahlreichen Nuraghen, frühgeschichtlichen Turmbauten aus der Zeit zwischen 1600 und 400 v. Chr., und zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Nuraghe Losa
Nuraghe Losa

Informationen zum Erkunden des Reiseziels Sardinien

Sardinien überzeugt nicht nur mit seinen exklusiven Stränden, sondern auch mit einer vielfältigen Landschaft, die im Norden von Puderzuckerstränden geprägt ist und im Zentrum von einer nahezu unberührten, wilden Bergwelt. Die berühmte Costa Smeralda steht für Luxus und smaragdgrünes Wasser, während der Westen um Alghero mit rauen Klippen und einem charmanten Altstadt-Flair lockt. Abseits der Küste prägen über 7.000 Nuraghen, rätselhafte Steintürme, das Landschaftsbild und bieten spannende Ausflugsziele, die bis in die Bronzezeit zurückreichen.
Sardinien festigt seinen Ruf als Vorreiter für sanften Tourismus im Mittelmeerraum. Der Fokus liegt zunehmend auf authentischen Kulturerlebnissen und Initiativen, die das Reisen abseits der Hauptsaison fördern, um die natürlichen Ressourcen der Insel zu schonen.
Sardinien ist seit langem als eines der faszinierendsten Reiseziele für Kletterbegeisterte bekannt. Das wilde Hinterland und die spektakulären Ausblicke machen die Insel zu einem besonderen Ort für Kletterer.
Das Mitführen von Sand, Steinen und Muscheln ist strikt untersagt und kann mit erheblichen Bußgeldern (bis zu 3.000 EUR) geahndet werden.
An zahlreichen renommierten Stränden, darunter dem Golf von Orosei, werden Besucherlimits festgelegt. Tickets für diese Strände oder Bootstouren werden empfohlen, im Voraus zu buchen.
In den Monaten Juli und August können die Temperaturen über 35 °C erreichen und die Hotels sind sehr gut ausgelastet. Die Nebensaison (Mai-Juni, Sept.-Okt.) bietet aufgrund der idealen Wetterbedingungen optimale Voraussetzungen für Aktivitäten.
Das Wildcampen und Zelten außerhalb ausgewiesener Plätze ist nicht gestattet.
Sonnenbaden ohne Kleidung ist eine seltene Ausnahme, da FKK offiziell nicht gestattet ist.
Die Anreise erfolgt in der Regel über die Flughäfen Olbia, Cagliari oder Alghero.

Kirche La Maddalena
Kirche La Maddalena