„Shan Shui“, zu deutsch Berg und Wasser, bedeutet im Chinesischen Landschaftsmalerei, ist aber auch der Inbegriff für schöne Landschaft im Allgemeinen. Und durch eine malerisch schöne Karstberglandschaft führt uns diese gut 600 Kilometer lange Radreise in der Provinz Guangxi im Süden Chinas.
Die zuckerhutartigen Kegel, die unvermittelt aus der Ebene emporragen, hat sicherlich jeder schon einmal auf einer chinesischen Tuschmalerei oder auf Fotos gesehen. Diese Landschaftsformation zählt zu den Naturwundern der Erde, zahlreiche Dichter und Maler ließen sich hier für ihre Werke inspirieren.
Kulturell wird unsere Reiseregion von verschiedenen nationalen Minderheiten geprägt, deren Angehörige noch vielfach ihre traditionelle Lebens- und Wohnformen beibehalten haben. Gegen Ende der Tour radeln wir Kanton entgegen, der pulsierenden Metropole am Perlflussdelta, dem Zentrum der chinesischen Kochkunst.
Die Höhepunkte dieser Radreise:
Individuelle Anreise nach Guilin. Diese am Li-Fluss und inmitten der weltberühmten Karstberge gelegene Stadt ist Ausgangspunkt unserer Radtour. Transfer zum Hotel und erster Bummel entlang der Uferpromenade des Li-Flusses. Gerne machen wir Ihnen ein Angebot für die Flüge.
Am Vormittag nehmen wir die Fahrräder entgegen. Eine erste Probefahrt führt uns zu der etwas außerhalb Guilins gelegenen Schilfrohrflötenhöhle. Ein etwa 800 Meter langer Pfad windet sich, vorbei an Stalaktiten und Stalagmiten, durch mehrere Kammern, in deren größter Kammer über tausend Menschen Platz haben.
Wir verlassen Guilin in nördlicher Richtung auf leicht hügeliger Straße und radeln vorbei an Reisfeldern und durch kleine Dörfer. Nach 50 Kilometern überwinden wir mehrere Steigungen, bevor es in einer 13 km langen Abfahrt in den Ort Heping (zu Deutsch „Frieden“) geht.
(Fahrrad-Strecke: ca. 82 km, anspruchsvoll)
Eine kurze Etappe, aber auf den letzten sechs Kilometern schlängelt sich die Straße über enge Serpentinen hoch auf 700 Meter über NN. Unser Zielort ist Ping’an, ein Dorf der Zhuang-Minorität, inmitten der Reisterrassen.
(Fahrrad-Strecke: ca. 17 km)
Auf unserem heutigen Wanderausflug laufen wir durch ein Meer von Reisfeldern, über Jahrhunderte kunstvoll von den Zhuang entlang der steilen Hänge angelegt. In den Dörfern bekommen wir einen unmittelbaren Einblick in das ländliche Leben Südchinas.
Von Ping’an fahren wir nach Longsheng und folgen dann dem Xiu-Fluss in westlicher Richtung. Unser heutiges Etappenziel ist die Kreisstadt Sanjiang, was zu Deutsch „Drei Flüsse“ bedeutet. Hier fließen der Ling- und der Linxi-Fluss zusammen und bilden den Rong-Fluss.
(Fahrrad-Strecke: ca. 90 km)
Neugieriger Einheimischer
Heute machen wir einen Tagesausflug in das Siedlungsgebiet der Dong-Minorität. Die Dong sind Meister der Holzarchitektur. Von den faszinierenden „Wind und Regen“-Brücken werden wir einige Exemplare in dem Dorf Chengyang besichtigen.
Die heutige Etappe führt wieder an unzähligen Reisterrassen vorbei. Das Klima und der fruchtbare Boden erlauben bis zu drei Reisernten im Jahr. Daher werden wir alle Stadien des Reisanbaus beobachten können. In Rong’an übernachten wir in einem guten Mittelklassehotel.
(Fahrrad-Strecke: ca. 76 km)
Das Ziel unserer heutigen Etappe, Rongshui, erreichen wir bereits nach 2 Stunden. Am Nachmittag Fahrt zu dem am Ende der Stadt gelegenen Shouxing Si mit dem Tempel des „Sterns des langen Lebens“. Die buddhistische Anlage liegt auf einem der Zuckerhutberge, die auch hier die Landschaft dominieren.
(Fahrrad-Strecke: ca. 30 km)
Auf unserer Fahrt in Richtung Nordosten erreichen wir am späten Nachmittag Baishou. Der Ortsname bedeutet „Hundert mal Langes Leben“ und geht zurück auf einen Grottentempel, in dessen Felswand das chinesische Schriftzeichen für „Langes Leben“ in hundert Variationen gemeißelt wurde. Die Altstadt von Baishou diente auch als Filmkulisse chinesischer Historienfilme.
(Fahrrad-Strecke: ca. 87 km, anspruchsvoll)
Die heutige Tagesetappe folgt überwiegend dem Xianu-Fluss auf seinem Weg zum Südchinesischen Meer. In der Kreisstadt Yongfu übernachten wir in einem einfachen Mittelklassehotel.
(Fahrrad-Strecke: ca. 50 km)
In China sagt man, dass die Landschaft um Guilin nur noch von der um Yangshuo übertroffen wird. Am späten Nachmittag erreichen wir Yangshuo, wo wir zweimal übernachten.
(Fahrrad-Strecke: ca. 83 km)
Am Vormittag haben wir Gelegenheit, Ausflüge in die nähere Umgebung zu machen, zum Beispiel zum malerischen Mondberg. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung.
Karstberge von Guilin: der „Berg mit dem Loch“
Noch immer begleiten uns die Karstberge auf unserer Weiterfahrt nach Süden, und weiterhin bleiben wir im Einzugsgebiet des Li-Flusses. Mit Zwischenstation in Pingle erreichen wir schließlich das historische kleine Städtchen Huangyao.
(Fahrrad-Strecke 14. Tag: ca. 30 km; Fahrrad-Strecke 15. Tag: ca. 102 km, anspruchsvoll)
Der im 10. Jahrhundert gegründete Ort Huangyao wartet mit einer hervorragend erhaltenen Architektur aus der Ming- und Qing-Dynastie auf. Am Vormittag schlendern wir durch die Gassen der Altstadt und besichtigen dabei kleine Tempel und uralte Bäume. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung und kann zum Beispiel für (Rad-)Ausflüge in die idyllische Karstlandschaft genutzt werden.
Auf einer sehr verkehrsarmen und hügeligen Straße folgen wir dem Fuqun-Fluss, welcher in der Kleinstadt Majiang in den Gui-Fluss mündet.
(Fahrrad-Strecke: ca. 70 km)
Unsere letzte Radetappe bietet nochmal viel Abwechslung. Zunächst geht es Hügel auf, Hügel ab entlang des Gui-Flusses, dann biegen wir rechts ab und müssen die letzten zwei Anstiege bewältigen, bevor wir in der 600.000 Einwohner zählenden Stadt Wuzhou ankommen.
(Fahrrad-Strecke: ca. 84 km)
Am Vormittag besichtigen wir die Altstadt von Wuzhou, welche von sogenannten Qilou Häusern geprägt ist. Dieser Architekturstil überdacht den Bürgersteig und schützt so die Passanten vor der starken Sonne und heftigen Regenfällen. Am Nachmittag zweistündige Zugfahrt nach Guangzhou. Am Abend flanieren wir über die Insel Shamian.
Unser Tag beginnt mit einem Dim Sum-Frühstück in einem der traditionellen Restaurants auf Shamian Island. Anschließen werden wir die verschiedenen Sehenswürdigkeiten Guangzhous zu Fuß und per öffentliche Verkehrsmittel ansteuern. Dafür bietet sich der Ahnentempel der Familie Chen, dem Tempel der sechs Banyan-Bäume mit der 9-stöckigen Blumenpagode sowie die Sun Yat-sen-Gedenkhalle an. Ein Bummel durch die Fußgängerzone darf natürlich auch nicht fehlen. In einem traditionellen kantonesischen Restaurant werden wir unseren Abschied von China feiern.
Bis zum Abend haben wir noch Zeit für letzte Einkäufe und um bei einer Tasse Tee die Tour Revue passieren zu lassen. Individueller Rückflug am Abend.
Die Spenden werden in Projekte zur Einsparung von Treibhausgasen investiert. Um die CO2-Emissionen des Fluges an anderer Stelle einzusparen sind z.B. für Flüge nach Peking ca. 125 EUR notwendig. Sie erhalten für Ihre Spende eine vom Finanzamt anerkannte Bescheinigung.