Tansania: Serengeti – Safari mit Kindern

Familienreise und Safaris in den Nationalparks Arusha, Lake Manyara, Tarangire, Serengeti und Ngorongoro

Tansania   Familienreisen, Naturreisen, Safaris

Diese Tansania-Familienreise unter dem Motto „Serengeti-Safari mit Kindern“ ist ideal geeignet für Naturfreunde mit Abenteuerlust: Sie erleben fremde Kulturen, aufregende Tierbeobachtungen und haben Zeit für Begegnungen mit der Bevölkerung und Zeit für Erholung. An den Safaritagen lernen Sie die grandiose Tierwelt Tansanias kennen – im weltberühmten Ngorongoro-Krater, im Arusha Nationalpark , im Tarangire Nationalpark und als absoluten Höhepunkt in der Serengeti, wo wir ganze vier Nächte verbringen, um diese einzigartige Naturlandschaft intensiv zu erleben.

Bei den Pirschfahrten sehen Sie unter anderem Büffel, Giraffen, Zebras, Elefanten, Antilopen, Flusspferde, Guereza-Affen, Löwen und mit etwas Glück auch Leoparden. Ein weiteres Highlight ist die Buschwanderung mit einem Massai sowie der anschließende Abend mit Lagerfeuer und Übernachtung im Massai-Dorf. Die authentischen Eindrücke vom Leben der Einheimischen bleiben sicher unvergesslich.

Ein besonderes Highlight in unserem vielseitigen Programm ist der Besuch der Hadzabe und Datoga, die zu den ältesten Stämmen Afrikas gehören. Mit Pfeil und Bogen gehen die erfahrenen Jäger mit uns auf die Jagd – ein unvergessliches und authentisches Abenteuer. Eindrücke vom Leben der Einheimischen erfahren wir auch bei dem Besuch einer Schule und beim Kennenlernen der Kultur der Massai.

Wir haben auf dieser Reise einen deutschsprachigen Reiseleiter dabei und übernachten in höherwertigen Unterkünften. Wir haben fast immer Vollverpflegung auf der Reise, das Mittagessen wird in Form von Lunchpaketen gereicht.

Elefanten

Elefanten

Die Höhepunkte unserer Familienreise „Serengeti-Safari mit Kindern“:

  • Besuch im Massai-Dorf Olpopongi
  • Safari im Arusha Nationalpark
  • Safari im Lake Manyara Nationalpark
  • Safari im Tarangire Nationalpark
  • Serengeti-Safari
  • Ngorongoro-Krater

 

Preiskategorien: E = Erwachsene; K = Kind (8-11 Jahre); J = Jugendliche (12-15 Jahre).

Reiseverlauf Tansania (15 Tage)

Elefant im Serengeti-Nationalpark

Elefant in der Serengeti

1. Tag: Anreise

Heute startet unsere abenteuerliche Tansania-Familienreise. Am Morgen startet der Flieger in Frankfurt und bringt uns nach Tansania (Flug nicht im Reisepreis enthalten, gerne erstellen wir Ihnen ein Angebot).

2. Tag: Ankunft in Arusha

Nach unserer Ankunft in Arusha werden wir bereits von unserer Deutsch sprechenden Reiseleitung am Flughafen erwartet und fahren gemeinsam zu unserer ersten Unterkunft. Wir haben einen Gruppentransfers geplant. Sollten Sie deutlich früher oder später ankommen, können wir Ihnen auch einen separaten Transfer (gegen Gebühr) organisieren.
An der Unterkunft angekommen, lernen wir schon bald die anderen Familien kennen. Für den heutigen Tag ist noch nichts geplant: Wir können uns ganz entspannt vom Flug erholen und die afrikanische Sonne am Pool genießen.
Die „African View Lodge“ ist direkt am Arusha Nationalpark gelegen und so perfekter Ausgangspunkt für Ausflüge in den Park. Von der Lodge aus hat man einen atemberaubenden Blick auf den Mount Meru. Die Lodge verfügt über einen großen Pool an dem man herrlich entspannen kann. Im Restaurant der Lodge können Sie sich mit hausgemachten Spezialitäten verwöhnen lassen und den Tag auf der Meru View Platform bei einem Getränk und dem Sonnenuntergang ausklingen lassen.
Die 20 Bungalows der Lodge besitzen alle eine eigene Terrasse. Sie sind alle einem bestimmten tansanischen Thema zugeordnet. So gibt es zum Beispiel den „Massai“- , den „Serengeti“- oder den „Kilimanjaro“- Bungalow. In der Lodge steht Ihnen außerdem kostenloses WiFi zur Verfügung. F/M
(Transfer: ca. 45 Min.)

3. Tag: Legendärer tansanischer Kaffee

Nach dem Frühstück starten wir zu einer ersten Erkundungstour. An den Hängen des mächtigen Mount Meru, dem zweithöchsten Berg Tansanias, gedeiht auf 1.600 Metern bester Arabica-Kaffee, das wohl bekannteste Exportprodukt Tansanias. Der Berg ist ein schlafender Vulkan. Somit ist der Boden sehr fruchtbar und gut für den Kaffeeanbau geeignet. Wir besuchen die „Kahawa Fair Trade Initiative“. Geleitet wird die Initiative von einem norwegisch-tansanischen Ehepaar, das mit insgesamt 28 Familien zusammen 100 % Arabica-Kaffeebohnen anbaut und verarbeitet. So entsteht ein echter Fair-Trade- und Bio-Kaffee. Bei unserem Rundgang bekommen wir tiefe Einblicke in die Kunst des traditionellen Kaffeeanbaus. Von der Anpflanzung der Staude über den Ernteprozess bis hin zum Rösten der Bohne erfahren wir alles Wissenswerte, was das Herz des Kaffeeliebhabers höher schlagen lässt und können auch einmal selbst anpacken. Nach dem Besuch der Initiative erkunden wir auch das kleine Dorf. Zur Mittagszeit erwartet uns ein leckeres traditionelles Essen mit den Einheimischen.
Der Nachmittag steht uns zur freien Verfügung in der Lodge. Wir liegen am Pool in einem wunderschönen riesigen Garten und beobachten kleine Antilopen (Dikdik) und Äffchen. Es gibt auch viele Vogelarten, und ein Hochsitz ermöglicht einen tollen Blick auf den Kilimanjaro. Wer Lust hat, kann auch eine kleine Wanderung in den angrenzenden Regenwald unternehmen. Übernachtung wie am Tag zuvor. F/M
(Transfers: ca. 1 Stunde)

 4. Tag: Safari im Arusha Nationalpark

Heute steht ein erster Höhepunkt auf dem Programm: Wir unternehmen eine ganztägige Safari durch den nahe gelegenen Arusha Nationalpark, aus dem der gewaltige Mount Meru (4.566 Meter) herausragt. Bei freier Sicht können wir sogar den Gipfel des Kilimanjaro sehen! Unser Weg führt durch eine faszinierende Landschaft aus Savanne und Bergwald, wobei zahlreiche Tierbeobachtungen möglich sind. Oft sieht man Büffel und Giraffen beim Grasen, und in den Wäldern springen die lustigen, schwarz-weißen Stummelaffen von Baum zu Baum.
Der kleine (nur 137 km²), aber äußerst malerische Nationalpark liegt relativ hoch – zwischen 1.500 und 4.566 Meter – und weist eine große Artenvielfalt auf. Begrenzt wird der Park von den Hügeln um Mount Meru, dem Ngurdoto-Krater und den wunderschönen Momella-Seen. Unser Guide wird uns viel Wissenswertes über die Pflanzen des Nationalparks erzählen und uns auch anhand von Spuren und Hinterlassenschaften die Tierwelt der Region nahebringen. Unterwegs ist ein Abstecher zu einem sehenswerten Wasserfall möglich. Am Nachmittag erreichen wir auf der Pirschfahrt die Momella-Seen. Hier tummeln sich Scharen von Flamingos. Aber auch Zebras, Warzenschweine und Antilopen sind hier häufige Besucher. Übernachtung wie zuvor. F/P/A
(Transfers: ca. 1 Std.)

5. Tag: Kanutour auf dem Lake Duluti

Am Vormittag erkunden wir den idyllisch in einem Forstreservat gelegenen Duluti-Vulkansee. Dabei können wir dutzende Vogelarten entdecken. Wir starten mit einer geführten Wanderung durch die anmutige Landschaft. Unser Deutsch sprechender Guide zeigt uns die vielfältigen und farbenfrohen Vogelarten, die Tansania zu bieten hat.
Zum Mittag picknicken wir in der freien Natur. Am Nachmittag steht eine spannende, 2-stündige Kanutour auf dem Programm, die uns eine weitere Perspektive auf diesen herrlichen Flecken Erde, abseits von den ausgetretenen Touristenpfaden, ermöglicht. Am Ufer des Lake Duluti-Ufers sonnen sich oft urzeitlich anmutende Nilwarane. Übernachtung wie zuvor. F/P/A
(Transfer: ca. 1 Std.)

6. Tag:
Safari im Tarangire Nationalpark

Heute geht es früh los, denn am Vormittag steht eine aufregende Pirschfahrt im Tarangire Nationalpark auf dem Programm. Wir fahren ca. 1,5 Stunden zu dem bekannten Nationalpark. Unterwegs beobachten wir die Landschaft, das Leben der Menschen und sehen vielleicht auch die ersten Massai, die mit ihrer farbigen Kleidung schon von Weitem auffallen. Die Frauen tragen einen karierten, meist roten Umhang und in den ausgeweiteten Ohrläppchen ihrer kahl geschorenen Köpfe lange, silberne oder selbst gemachte Perlenohrringe und schwere Halsketten. Die Männer tragen ebenfalls den traditionellen Shouka-Umhang in verschiedenen Farben und Bindevarianten, dazu einen Stock oder ein kleines Schwert. Aus dem Gummi alter LKW-Reifen werden Sandalen (raiyo) hergestellt, die sowohl von den männlichen als auch von den weiblichen Massai getragen werden.
Dann erreichen wir den Tarangire Nationalpark. Der fünftgrößte Nationalpark in Tansania ist ein Refugium für große Elefantenherden – manchmal sieht man Herden von über 200 Tieren. Aber auch zahlreiche andere Wildtiere sind in dem schönen Nationalpark beheimatet: Zebras, Giraffen, Strauße, Schakale, Büffel, Löwen, Leoparden, Kudus, Oryx und andere Wildtiere. Die Tiere konzentrieren sich oftmals entlang des Tarangire-Flusses, der einzigen permanenten Wasserquelle der Region und ganzjährig wasserführend. Der im Jahr 1970 gegründete Nationalpark beherbergt die größte Konzentration wilder Tiere außerhalb der Serengeti. Auf einer Fläche von 2.600 km² und einer durchschnittlichen Höhe von 1.100 m sind einige Tierarten beheimatet, die sich in anderen Parks im Norden von Tansania nur selten oder gar nicht beobachten lassen. So zum Beispiel das Gerenuk, das kleine Kudu, Oryx- und Elenantilope sowie der seltensten aller Antilopen: dem großen Kudu. Spätsommer und Herbst sind eine großartige Zeit für Besuche im Tarangire, in der besonders viele Tiere zu sehen sind.
Neben den Elefanten sind die majestätischen Baobab-Bäume die Hauptattraktion dieses Parks – perfekte Fotomotive und eine typisch afrikanische Kulisse sind garantiert. Die Landschaft im Park unterscheidet sich deutlich von den anderen Reservaten des Landes. Saisonabhängige Sumpfgebiete, Baumsavannen und Baobabs prägen das Bild. Die Sonne brennt hier vom wolkenlosen Himmel, lässt oftmals jede Feuchtigkeit verschwinden und hinterlässt eine trockene Landschaft, die von staubig-roter Erde bedeckt wird. Der Legende nach hat der Teufel den Baum ausgerissen und verkehrt herum wieder eingepflanzt.
Im Anschluss an die Pirschfahrt fahren wir zu unserer nächsten Station, nach Karatu. Wer Lust hat, kann noch eine Runde in den Pool springen. Von der großen Veranda der charmanten Unterkunft haben wir einen tollen Blick auf die umliegenden Kaffeegärten. F/P/A
(Transfers: ca. 4 Std.)

7. Tag: Schulbesuch & Freizeit

Heute starten wir den Tag mit einem Besuch der der Bashay Primary School am Vormittag. Den Schulalltag in Tansania hautnah kennenlernen und sich von der Fröhlichkeit anstecken lassen – diese Gelegenheit ergibt sich nur einmal im Leben. Vor Ort erfahren wir mit eigenen Augen wie afrikanische Lehrer ihren Unterricht gestalten. Wir besichtigen die Schulgebäude und treten mit den Kindern und Lehrern in Kontakt. Für viele Kids sicher eine sehr spannende Erfahrung! Die Bashay-Grundschule ist eine Non-Profit-Organisation mit etwa 850-900 Schülerinnen und Schülern und 17 Lehrerinnen und Lehrern. Die Lehrer kommen hier mit einer Tafel und wenigen Lehrbüchern aus. Die Schülerinnen und Schüler frühstücken und essen in der Schule im Freien, bei Regen oder Sonnenschein. In den letzten Jahren hat sich die Schule sehr positiv entwickelt: Justine Basso, die Schulleiterin, hat in den letzten Jahren in Bashay große Fortschritte bei den schulischen Leistungen und der Sauberkeit der Schule erzielen können. Es bleibt jedoch noch viel zu tun. Die Association unterstützt jetzt auch das Shalom-Waisenhaus in Karatu, das sich in der gleichen Gegend wie die Bashay-Grundschule befindet. Die Schule freut sich immer über Mitbringsel wie Bunt- und Bleistifte, Kreide, Atlanten und Spielsachen. Vielleicht bringt ja jemand einen Fußball mit, dann können wir vor Ort gleich eine Runde zusammen mit den einmischen Kindern kicken!
Rechtzeitig zum Mittagessen sind wir zurück in unsere Lodge. Hier haben wir den Nachmittag zur freien Verfügung. Die Lodge besticht durch ihre Hanglage und den weiten Blick über die Kaffeeplantagen und die Ansicht der Ostseite des Ngorongoro-Kraters. Die eigenen, wunderschönen Gärten laden zum Schlendern ein, die Lounge und Bar bilden entspannte Möglichkeiten zum Verweilen, und der große Pool bietet viel Platz zum Austoben.
Die Zimmer sind schön im afrikanischen Stil gehalten und jedes Bett verfügt über ein Moskitonetz. Außerdem sind sie mit einem eigenen Badezimmer und WIFI ausgestattet. F/P/A

 

Serengeti

Serengeti

8. Tag:Besuch des Hadzabe-Stamms

Heute früh fahren wir zum Eyasi-See, wo wir zwei der ältesten noch existierenden Völkergruppen Afrikas besuchen: die Hadzabe und die Datoga. Die Strecke ist voller Schlaglöcher, es rumpelt und staubt. Neben der Straße laufen Kinder ihren täglichen, bis zu 10 km langen Weg zur Schule. Die Hadzabe sind traditionell Jäger und Sammler und eine der letzten Volksgruppen, die noch in jüngster Vergangenheit Steinwerkzeuge verwendet hat. Sie suchen traditionell bis in die Serengeti hinein nach Nahrung. Nahrungsquellen sind die Jagd und das Sammeln von Beeren und Honig. Obwohl die Jagd in der Serengeti verboten ist, erkennen die tansanischen Behörden eine Sonderregelung an und setzen die Verordnungen nicht durch.
Seit gut 50.000 Jahren ziehen die Hadzabe als Nomaden durch die Region um den Eyasisee, im Rhythmus der Jahreszeiten und abhängig von ihren Bedürfnissen. Die Zahl der noch hier lebenden Menschen wird auf etwa 300 geschätzt. Ähnlich wie die Sprache der Khoisan-Buschmänner der Kalahari umfasst auch die Sprache der Hadzabe viele Klicklaute, die nirgendwo sonst gesprochen werden. Wir begrüßen einander freundlich und bekommen eine kurze Einweisung. Wir lernen die Jagdutensilien kennen, den Holzbogen mit einer Tiersehne als Schnur und die passenden Pfeile: Ein stumpfer Holzpfeil für kleine Tiere, einen Pfeil mit langer Metallspitze für mittlere Tiere und vielen Widerhaken für Paviane sowie die Giftpfeile für große Tiere. Gemeinsam gehen wir dann mit den Jägern auf die Jagd: In einigem Abstand, um deren Jagderfolg nicht zu gefährden, folgen wir den Männern, die mit Pfeil und Bogen Jagd auf nahezu alles Lebendige machen. Gejagt wird bei den Hadzabe jedoch immer für den konkreten Bedarf, es gibt keinerlei Vorratshaltung. Achtung: Das Tempo während einer solchen Jagd ist überraschend hoch, und im dichten Busch ist es nicht immer einfach den leichtfüßigen Hadzabe zu folgen. Der Jagdausflug dauert meist zwei bis drei Stunden, abhängig von der Beute. Für gewöhnlich bieten die Hadzabe ihren Gästen an, von der Beute zu probieren. Aus Respekt sollte man diese Einladung annehmen. Beim Angebot zum gemeinsamen Marihuanakonsum muss man dieser Höflichkeitsregel aber nicht unbedingt Folge leisten. Nach der Rückkehr in das temporäre Dorf erklärt unser Guide uns welche Rolle die Frauen bei den Hadzabe spielen und welche Arten von Tänzen es gibt.
Im Anschluss geht es für uns weiter zu den Datoga, die geschickte Schmiede sind und u.a. die Pfeilspitzen für die Hadzabe anfertigen. Die Datoga verfügen nicht über einen sehr fortschrittlichen Lebensstandard, aber sie gehen in der Regel zur Schule und wohnen an einem festen Ort nahe der Stadt, denn im Gegensatz zu den nomadischen Hadzabe sind die Datoga sesshaft. Wir befinden uns in einer Art Zeitmaschine: Während die Kultur der Hadzabe der der Steinzeit gleicht, finden wir uns bei den Datoga in der Bronzezeit wieder. Vom Jäger und Sammler haben sie sich zum Viehzüchter weiterentwickelt. Vom Datoga-Stamm leben etwa noch 500 Leute auf diese Art. Neben der Viehzucht gehen sie dem Schmieden nach. Die Datoga sammeln Metallschrott und verarbeiten diesen zu Armbändern, Messern und Pfeilen, die sie z.B. mit den Hadzabe tauschen.
Nach diesen lehrreichen Ausflügen steht uns der Nachmittag erneut zur freien Verfügung am Pool zur Verfügung. Hier können wir entspannt die Seele baumeln lassen und uns erholen, bevor wir am nächsten Tag zu unserem größten Abenteuer auf dieser Reise aufbrechen!

9. Tag: Fahrt in die Serengeti & Besuch bei den Massai

Jetzt setzen wir noch einen drauf und los geht’s in die legendäre Serengeti, eines der bekanntesten und besten Naturschutzgebiete weltweit. Berühmt geworden ist diese Savanne durch Prof. Dr. Bernhard Grzimek, den die mitreisenden Eltern wahrscheinlich noch sehr gut in Erinnerung haben. Durch das Kraterhochland fahren wir auf holprigen Schotterpisten in die Serengeti. Das wird anstrengend, aber der Weg lohnt sich.
Unterwegs besuchen wir ein ausgewähltes Massai-Dorf und lernen viel über die Kultur des stolzen Volkes. Die 140.000 Massai in Tansania leben vorwiegend in der Gegend um Arusha sowie in der Ngorongoro Conservation Area und in der Serengeti. Der größte Teil wohnt heute als Halbnomaden und wechselt nur alle paar Jahre, abhängig von der Fruchtbarkeit der Landschaft, den Platz. Für die Massai spielen Rinder und Ziegen in Religion, Nahrung, Medizin und Beziehungen immer noch eine große Rolle. Neben der Tierzucht verdienen die Männer ihr Einkommen heute auch als Nachtwächter an den Lodges und Zeltcamps. Wir erfahren wie die Massai ihre Hütten (Boma) aus getrocknetem Kuhdung, Lehm und einzelnen Holzpfosten herstellen und warum hier immer ein Feuer brennt. Während die Jüngsten sich tagsüber vorrangig um die Pflege des Viehs kümmern verteidigen die jungen Männer die Familien und versuchen, die Massai-Kultur mit all ihren Facetten aufrecht zu erhalten. Die Stammesältesten haben bei Entscheidungen jedoch immer das letzte Wort. Immer mehr Massai schicken jedoch zumindest eines ihrer Kinder zur Schule. Ein schwieriges Thema ist die Beschneidungszeremonie, die nach wie vor fester Bestandteil der Massai-Kultur ist. Gegen die weibliche Genitalverstümmelung gibt es zahlreiche Initiativen und es zeigt sich, dass Bildung der Schlüsselbegriff im Kampf gegen die Beschneidung darstellt.
Eindrucksvoll erschließt sich uns dann nach der Einfahrt in den Nationalpark die Herkunft des Namens Serengeti, der in der Sprache der Massai „endlose Ebene“ bedeutet. Die Grassavanne der südlichen Serengeti wird nur durch die Kopjes (markante Felsformationen) unterbrochen. Der letzte Teil des Transfers zum Camp ist bereits eine Pirschfahrt, und wir haben eine gute Chance Löwen, Geparden, Giraffen und viele andere Tiere zu entdecken.
Dieser riesige Nationalpark (14 000 km²) kann weltweit die höchste Konzentration an Wildkatzen vorweisen. Die Serengeti umfasst sehr verschiedene Biotope: die Savanne mit ihren weiten, grasbedeckten Ebenen im Süden, die bewaldete Hügellandschaft im Westen, die Kopjes – manchmal auch „Inselberge“ genannt – im Osten und die Buschsavanne im Norden. Außerdem wird das Gelände von einem Fluss durchzogen, der ganzjährig eine vielseitige Fauna anzieht (Büffel, Giraffen, Antilopen, Katzen), aber auch Lebensraum für Krokodile und Flusspferde darstellt.
Wir übernachten in festen, vormontierten Zelten mitten in der Serengeti. Die Zelte sind sehr sauber und gepflegt, jedes Zelt verfügt über eine eigene, warme Dusche. Abends lauschen wir den nachtaktiven Tieren und hören das Lachen der Hyänen und das Brüllen der Löwen, die in der Nähe jagen – das ist wirklich aufregend und lohnt sich! Aber keine Angst – die Jungs vor Ort kümmern sich wirklich super um jedes Anliegen und sorgen ausreichend für Sicherheit.
Das „Serengeti View Camp“ ist eine ganz besondere Art von Camp, denn das Camp steht nicht an einem Ort sondern passt sich den Wanderungen der Tiere im Serengeti National Park an. Sie sind somit ganz nah am Geschehen dran und erleben etwas einzigartiges. Das Camp hat zehn Zelte mit Einzel- oder Doppelbetten sowie eine kleine Veranda vor jedem Zelt. Eine Dusche und eine Toilette gehören dazu. Für die Mahlzeiten steht ein Restaurantzelt bereit, in dem Sie gemeinsam mit den anderen Gästen ihr Essen einnehmen können.
Das „Kati Kati Tented Camp“ liegt im Serengeti Park und ist ein mobiles Zelt Camp. Mitten im Serengeti Park gelegen, dient es als perfekter Ausgangspunkt für Safaris. Das Camp bietet 10 gut ausgestattet Zelte an. Es gibt ein Koch-Zelt in dem wir essen werden und jeden Abend wird ein Lagerfeuer gemacht, an dem wir den Abend ausklingen lassen können. Alle Zelte haben Doppel- oder Einzelbetten und sind mit einer Toilette und einer Dusche ausgestattet. F/P/A
(Transfers: 4 Std.)

10. Tag: Ganztägige Pirschfahrt in der Serengeti

Der gesamte Tag steht uns für Pirschfahrten auf den Spuren des Naturforschers Dr. Grzimek zur Verfügung, und das werden wir nutzen! Es ist ein großartiges Erlebnis für die ganze Familie, Löwen, Elefanten, Giraffen und viele weitere Wildtiere in deren ursprünglichem Lebensraum zu beobachten. Die Lage unseres Camps, ganz in der Nähe des Retima-Hippo-Pools, ist ein perfekter Ausgangspunkt für Wildtierbeobachtungen zu den meisten Hotspots in der nördlichen und zentralen Serengeti. Wir verlassen das Camp nach dem Frühstück mit einem Picknick-Mittagessen und verbringen den ganzen Tag mit Erkundungen. Vielleicht haben wir Glück und sehen heute auch einen Geparden oder Leoparden? Oder ein Rudel Löwen bei der Jagd auf ein Zebra oder eine Antilope? Die Sichtungswahrscheinlichkeit in der Serengeti ist sehr hoch!
Von Mai bis Juli ziehen auch unzählige Gnus, Zebras und Antilopen auf ihrer jährlichen großen Wanderung in Richtung Massai Mara, gefolgt von Raubkatzen und Hyänen. Ab November wandern die Herden wieder nach Süden. In den Flüssen warten die Krokodile still auf die nächste Mahlzeit. Diese Große Migration hat den Park bekannt gemacht, und je nach Jahreszeit kann man dieses Schauspiel in seinem ganzen Ausmaß genießen. Aber auch außerhalb der klassischen Tierwanderungszeiten werden wir zahlreiche Tiere sehen und den ganzen Tag im offenen Jeep verbringen. Diesen Tag werden wir sicher nicht so schnell wieder vergessen!
Den Abend verbringen wir wieder in unserem hochwertigen Camp und entspannen bei einem Sundowner an der Bar. In der Nacht erleben wir unter dem Sternenhimmel noch einmal, wie der Busch erwacht. Wer einmal eine Nachtsafari gemacht hat, der weiß, wer nachts schläft wird gefressen. Daher sind viele Tiere nachts aktiv, und es ist ein unvergessliches Erlebnis, diesen Geräuschen mitten in der Wildnis im Zelt zu lauschen. Übernachtung wie am Tag zuvor. F/P/A

11. Tag: Pirschfahrt im Ngorongoro-Krater

Heute fahren wir aus der Serengeti zum legendären Ngorongoro-Krater und begeben uns am Nachmittag auf einer abenteuerlichen Piste steil bergab in den Krater hinein! Neben der Serengeti ist der Ngorongoro-Krater sicherlich der Höhepunkt unserer Familien-Safari in Tansania. Das Innere der weltweit größten Caldera fasziniert mit seinem unglaublichen Tierreichtum. Wir werden hier unzählige Tiere beobachten können. Besonders hoch stehen die Chancen Zebras, Büffel und Gnus zu beobachten, aber auch viele Löwen, Leoparden und Hyänen sind hier Zuhause. Ebenso können wir Elefanten und sogar Flusspferde beobachten. In den Grassteppen und Akazienwäldern finden wir fast alle Vertreter der ostafrikanischen Savannenlandschaft. In dieser traumhaften Umgebung genießen wir gemeinsam ein Picknick, wobei wir aber vor diebischen Affen auf der Hut sein müssen!
Der Ngorongoro-Krater am Rand der Serengeti entstand durch den Einsturz eines Vulkanbergs. Der Kraterboden liegt auf 1.700 m über NN und hat einen Durchmesser von etwa 20 km. Auf einer Fläche von 26.400 ha findet sich ein schier unglaublicher Artenreichtum, perfekt geschützt durch Kraterwände von bis zu 600 m Höhe. Am Rand dieses sicher berühmtesten Tierreservates der Welt sind Bernhard Grzimek sowie sein Sohn Michael begraben. 2010 wurde dieses natürliche Amphitheater zum Weltkulturerbe erhoben. Übernachtung wieder in der bekannten „Kudu Lodge“. F/M/A
(Transfer: 4 Std.)

 

Leopard während der Serengeti-Safari

Leopard während der Safari

12. Tag: Lake Manyara Nationalpark

An diesem Tag geht es zum Abschluss unserer Familien-Safari in Tansania zum Lake Manyara Nationalpark. Hier gehen wir erneut auf Pirschfahrt und beobachten Flamingos, Gnus, Flusspferde, Büffel, Meerkatzen, Zebramangusten und weitere Tierarten in ihrem natürlichen Lebensraum. Bekannt ist der Park auch für seine Löwen auf dem Baum. Mit viel Glück sehen wir einen auf dem Baum schlafenden Löwen und fragen uns, wie der Löwe sich da wohl hält ohne herunterzufallen.
Obwohl der Nationalpark der kleinste der Parks im nördlichen Tansania ist bietet er eine große Vielfalt an Wildtieren und über 400 Vogelarten in einer wundervollen Landschaft – eingerahmt vom Rift Valley und dem Manyara-See mit seinen Tausenden von Flamingos. Am nördlichen Seeufer stößt man auf zahlreiche Flusspferde, die im See eine Erfrischung vor der brennenden Nachmittagssonne suchen. Der Lake Manyara ist wie Ernest Hemingway sagte mit Sicherheit einer der schönsten Plätze Afrikas, und das obwohl er neben der Serengeti meist total vergessen wird. Ein toller Abschluss für unsere Reise, bevor wir wieder zurück nach Arusha fahren. F/P/A
(Transfers: ca. 3 Std.)

13. Tag: Zur freien Verfügung und Abflug

Nach den aufregenden Erlebnissen der Reise können wir heute, je nach Rückflug, noch ein paar erholsame Stunden am bzw. im Swimming Pool verbringen und die Eindrücke „sacken“ lassen. Wer dennoch weiterhin erlebnishungrig ist kann z.B. optional eine kleine Wanderung unternehmen oder auf Vogelbeobachtungstour gehen. Wir sind sicher, ihr hattet eine wunderbare Zeit im östlichen Afrika, habt viel Unvergessliches auf Safari erlebt und einiges über die Kultur und Lebensart der Einheimischen gelernt. F
(Transfers: ca. 50 Min.)

Gern können Sie mit uns auch eine individuelle Verlängerung nach Sansibar planen, um noch ein paar Tage auf der Trauminsel zu entspannen.

14. Tag: Wieder daheim

Mit vielen wundervollen Erinnerungen landen Sie wieder in Deutschland.

F = Frühstück / P = Picknickpaket / A = Abendessen

Leistungen

  • Durchgängig Deutsch sprechender Driverguide
  • 11 Übernachtungen in Lodges oder Tented Camps
  • Verpflegung laut Programm sowie 1,5 Literflasche Wasser pro Safaritag
  • 1 Fernglas pro Fahrzeug
  • Alle Ausflüge und Besichtigungen inkl. Eintrittgelder und Nationalparkgebühren (außer optionale Angebote)
  • Alle Transfers laut Programm im privaten Land Cruiser (max. 7 Personen pro Fahrzeug)
  • Gruppentransfer bei An- und Abreise (individueller Transfer gegen Gebühr)
  • 20 Euro Spende pro Familie an Hilfsorganisationen bzw. Projekte

Nicht enthaltene Leistungen

  • Anreise nach Tansania
  • Trinkgelder, teilweise Verpflegung und persönliche Ausgaben
  • Optionale Ausflüge und Eintritte
  • Visum (50 USD per E-Visum vorab)
  • Ggf. Flughafengebühren im Reiseland

Zusatzleistungen

  • Einzelzimmerzuschlag ab: 499 EUR
  • Interkontinentalflüge (Können gerne über uns organisiert werden.)
  • Aufpreis für Zubringerflug ab vielen dt. Flughäfen: 150 EUR
  • Rail & Fly (Bahnanreise innerhalb Deutschlands inkl. ICC) in der 2. Klasse ab 12 Jahren p. P.: 75 EUR
  • Verlängerung auf Sansibar auf Anfrage, z. B. 5 Nächte im „Karafuu Beach Resort“ ab 1.549 EUR p.P. oder im „Breezes Beach Club & Spa“ ab 2.499 EUR p.P.

Hinweise

  • Termine, Preise & Leistungen ab 01.01.21 unter Vorbehalt.
  • Preise pro Person im DZ.
  • Der Kinder-/Jugendlichenpreis gilt bei 2 Vollzahlern im DZ + Zustellbett.
  • 2 Jugendliche im eigenen DZ, Preis pro Teen: 2.499 EUR
  • Flug-, Hotel – und Programmänderungen bei vergleichbarem Leistungsumfang vorbehalten.
  • Diese Reise ist auch als individuelle Reise zum Wunschtermin buchbar. Bitte fragen Sie uns nach dem Preis.
  • Zu erforderlichen Impfungen fragen Sie bitte Ihren Arzt oder eines der Tropeninstitute.
  • Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten und/oder Aktivitäten ist diese Reise, wie die meisten in unserem Gesamtangebot, grundsätzlich nicht für Personen mit eingeschränkter Mobilität geeignet. Im Einzelfall sind wir jederzeit bemüht, eine Lösung finden. Bitte sprechen Sie uns hierzu an.
  • Eine Anzahlung von 20 % muss direkt nach der Buchung und Erhalt der Rechnung nebst Sicherungsschein bezahlt werden.Die Restzahlung wird 28 Tage vor Reiseantritt fällig. Bis zu der in der AGB genannten Frist vor Reisebeginn kann der Veranstalter bei Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl von 4 Personen von der Reise zurücktreten.
  • Für Termine ab dem 01.04.20 erhöht sich ggfs. der Reisepreis von Flugreisen geringfügig aufgrund der Erhöhung der Luftverkehrsteuer.
  • Informationen zur Verarbeitung von Kundendaten finden Sie unter https://www.intakt-reisen.de/datenschutz/.
  • Durch Ihre Reise erzeugte CO2-Emissionen können Sie durch eine freiwillige Spende an Atmosfair ausgleichen (s. Buchungsformular).

Anforderungen

  • Das Tagesprogramm und der Reiseablauf dieser Tansania-Familienreise sind speziell auf die Anforderungen und Bedürfnisse von Familien abgestimmt. Obwohl auch wir einige längere Transfers haben, bleibt bei dieser Reise viel Zeit für Bewegung und Begegnungen, und man muss auch nicht ständig Aus- und Einpacken. Nichts desto trotz können die Fahrten im nicht klimatisierten Safarifahrzeug auf teilweise schlechten Straßen anstrengend sein, weshalb wir die Reise erst für Kinder ab 10 Jahren empfehlen.
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