Rumänien: Floßfahrt, Wanderungen und Radtour in Siebenbürgen

Aktiv- und Kulturreise mit Kronstadt, Bran, Fluss "Alt" und Hermannstadt

Rumänien   Aktivreisen, Familienreisen, Wanderreisen

Werden Sie auf unserer Reise mit Teilen eines bunten Mosaiks vertraut. Nicht nur Natur wird intensiv erlebt, sondern auch der Alltag der Menschen. Im deutsch geprägten Burzenland sehen Sie sich das schön gelegene Kronstadt an. Besuche führen Sie auch zur Törzburg, mit der der legendäre Graf Dracula in Verbindung gebracht wird, und zur Rosenauer Burg.

Flossfahrt

Floßfahrt

Dann starten Sie zu einem nicht alltäglichen Abenteuer: Gemeinsam und unter Anleitung bauen Sie ein Floß (ca. 11 m lang und 5 m breit), das aus 18 massiven Baumstämmen besteht und ca. 10 Tonnen wiegt. Mit diesem Gefährt gleiten Sie den Alt hinab mitten durch das transsilvanische Kernland – vorbei an Steilwänden, bewaldeten Bergrücken und Almen. Dabei spannt sich der Bogen vom sanften Dahingleiten bis zur flotten Fahrt im Alt-Druchbruch. Unterwegs werden Sie Ihren Spaß am nassen Element haben und abends die Zelte im Freien aufstellen.

Wanderungen und Exkursionen mit dem Fahrrad bilden den Schwerpunkt im zweiten Teil der Reise. Eine technisch einfache, aber abwechslungsreiche Trekkingtour führt Sie durch das Zibinsgebirge. Ausgangspunkt ist der Gebirgskurort Hohe Rinne (1.450 m). Die Nacht verbringen Sie in einem Hotel, tagsüber durchwandern Sie alle Vegetationszonen: vom Laubwald über Nadelwald, Latschen und alpine Matten, über Bergrücken, Gipfel und Kämme. Auf den Almwiesen begegnen Sie Hirten mit ihren Schafherden. Am Fuß der Karpaten besuchen Sie ein stattliches, rumänisches Hirtendorf.

Aus den Bergen führt Ihre Route zurück in die Stadt – Hermannstadt mit seiner historischen Altstadt lockt und will entdeckt werden! Die Umgebung der Stadt erkunden Sie per Fahrrad. Der Besuch alter Kirchenburgen in deutsch geprägten Dörfern sowie der Besuch rumänischer Dörfer im malerischen Vorbergland ermöglicht Ihnen einen Einblick in die bewegte Geschichte dieses Landes.

Während der Tour erhalten Sie meist volle Verpflegung. Gespeist wird teilweise in Hütten und Gaststätten. Die Küche ist landestypisch, deftig und schmackhaft. Vegetarisches Essen ist möglich, veganes Essen nicht. Ansonsten werden die Mahlzeiten aus den besorgten Vorräten bestritten. Zubereitet wird das Essen während der Floßetappen auf dem Lagerfeuer. Untergebracht sind Sie in Zwei-Personen-Zelten von VauDe, während der Fahrrad-Etappe wahlweise auch im Heu (Heuboden), während der Bergwanderungen in einer gemütlichen Pension in Doppel- oder Einzelzimmern teilweise mit Bad außerhalb der Zimmer. Während der Floßfahrt schlafen Sie am Ufer des Flusses in der „Wildnis“ ohne jegliche Infrastruktur. In Hermannstadt übernachten Sie auf einem kleinen Privatcampingplatz (am Stadtrand; keine weiteren Gäste außer Ihrer Reisegruppe) mit allen nötigen Einrichtungen (Toiletten, Waschräumen, Duschen) und Küche.

Die Höhepunkte dieser Reise:

  • Viertägige Flussfahrt auf der Alt mit einem selbst gebauten Baumfloß
  • Technisch einfache sechsstündige Wanderungen in den Karpaten
  • Fahrradetappen rund um Hermannstadt – leicht bergauf und bergab
  • Lagerfeuer, Geselligkeit und rumänische Gastfreundschaft
  • Übernachtungen im Zelt am Ufer der Alt, im Heu einer Scheune und im Hotel

Reiseverlauf Rumänien (13 Tage)

Burg Bran

Burg Bran

1. Anreise

Flug nach Sibiu (Hermannstadt). Bustransfer nur in Verbindung mit dem Gruppenflug. Wir übernachten auf einem kleinen Privatcampingplatz in der Nähe von Hermannstadt. Unser rumänisches Begrüßungs-Abendessen nehmen wir in einem rustikalen Kellergewölbe ein. Anschließend machen wir einen gemütlichen Spaziergang durch die Innenstadt und gehen zurück zu unserem „Basislager“. Übernachtung im Zelt/Heu im „Basislager Neppendorf“. A

2. Das Burzenland: Bran/Törzburg – Rosenauer Bauernburg

Unser heutiges Ziel ist das so genannte „Burzenland“. Nach einem üppigen Frühstück folgt ein Bustransfer nach Bran, einem kleinen Gebirgsort im Schutz des Karpatenbogens. Gegen Mittag treffen wir dort ein, und nach einem Picknick, bei dem wir uns mit frischem Schafskäse, Brot und Gemüse versorgen, geht’s gestärkt weiter. Hoch auf einem Felsen über dem Städtchen Rosenau thront die gleichnamige Burg aus dem 14. Jahrhundert. Ein kurzer, aber steiler Pfad führt uns 150 Höhenmeter durch den Wald hinauf. Von oben bietet sich uns ein herrlicher Blick auf Rosenau, die Felder ringsum und auf die Karpaten in der Ferne.
Nach einer kurzen Busfahrt (ca. 10 Minuten) treffen wir nachmittags auf dem „Vampire-Campingplatz“ in Bran/Törzburg ein. Wir machen einen Spaziergang durch den Ort und besichtigen die Törzburg (Castelul Bran, 14. Jh.) mit ihren Türmen, Zinnen und Schießscharten. Die Burg liegt auf einer felsigen, bewaldeten Anhöhe; einer einst strategisch wichtigen Stelle an der Pass- und Handelsstraße über die Karpaten. Als „Dracula-Schloss“ wurde die Törzburg zur Attraktion. Mit dem legendären Grafen Dracula (Titelfigur des gleichnamigen Vampir-Romans des irischen Schriftstellers Bram Stoker) wird der rumänische Herrscher Vlad Tepes (15. Jh.) in Verbindung gebracht, der für seine Grausamkeit bekannt war: seine Feinde ließ er zur Abschreckung auf Pfähle spießen und wurde deswegen der „Pfähler“ (Tepes, von rum. teapa = der Pfahl) genannt. In einer nahe gelegenen Gaststätte mit schöner Aussicht auf das Schloss lassen wir uns das Abendessen schmecken. Übernachtung im Zelt „Vampire-Campingplatz“ in Bran/Törzburg. F/M/A
(Fahrzeit: ca. 3 Std.)

3. Kronstadt in Siebenbürgen – Floßbau

Nach einem „Draculafrühstück“ bringt uns der Bus nach Kronstadt (ca. 30 Min Fahrzeit). Gemütlich spazieren wir durch die Altstadt. Dann führt uns ein Serpentinenweg durch Laubwald auf den Rücken des 967 m hohen Hausberges, der Zinne (Tampa) hinauf. Von hier oben bietet sich an klaren Tagen ein weit reichender Blick auf die schöne Altstadt und ihre bergige Umgebung. Dichtes Grün umrahmt die alten Häuserzeilen. Überragt werden sie vom Rathaus (15. Jh.), dem Mittelpunkt des Marktplatzes und von der Schwarzen Kirche, dem Wahrzeichen der Stadt. Das Innere der dreischiffigen Hallenkirche schmücken anatolische Teppiche (17. und 18. Jh.) sowie ein schönes Chorgestühl aus dem 18. Jahrhundert. Am Marktplatz steht auch das stattliche Hirscherhaus mit seinem langen Laubengang (16. Jh.), das einst dem Kronstädter Bürgermeister Lukas Hirscher gehörte.
Mit der Regionalbahn fahren wir am frühen Nachmittag nach Augustin (1 Std.) und werden dort von unserem Flößer-Team begrüßt. Mit dem Pferdewagen legen wir die letzten 7 km vom  Bahnhof  bis  zum  Floßbauplatz  zurück.  Das  Baumaterial  liegt  schon  am  Olt  bereit, unweit des Dorfes, wo wir auch die Nacht im Zelt verbringen. Unter Anleitung der Flößer bauen wir gemeinsam das Floß. Dabei bleibt uns genügend Zeit für ein Bad im Fluss. Nebenbei wird auch ein zünftiges Abendessen am Lagerfeuer zubereitet. Übernachtung im Zelt. F/M/A
(Aufstieg 320 Hm; Abstieg 320 Hm; Fahrzeit: ca. 1,5 bis 2 Std.)

4. Floßtaufe – Erster Floßtag auf dem Olt

Nachdem wir Kaffee und Tee am Lagerfeuer gekocht und unser „Flößer-Frühstück“ zu uns genommen haben, lösen wir das Baulager auf. Es folgt die Floßtaufe, dann beginnt das Abenteuer: Die Fahrt startet in der Nähe von Augustin. Rund um den sog. Geisterwald werden wir den Olt auf seinem oberen Mittellauf befahren. Der Olt, Rumäniens drittgrößter Fluss,  entspringt in den Ostkarpaten und mündet nach rund 700 km in die Donau. Sein malerisches, von Pappeln, Weiden, Wiesen und Äckern gesäumtes Tal gehört zu den schönsten Flusstälern Rumäniens. Teilweise ist unsere Fahrt „spritzig“. Wir befinden uns in einem Durchbruch, wo der Olt seinen Lauf an einer natürlichen Barriere scharf nach Westen richtet. Die Engstelle, die mit dem Turzun-Basaltstock bei Racos endet, ist ein eindrucksvoller Abschnitt – trotzdem alles andere als eine Rafting-Tour! Gesteuert wird mit den Rudern, manchmal kann es vorkommen, dass sich das Floß an Felsbrocken verkeilt oder an Steinen aneckt. Mit Hebelkraft und Seilwinden wird es dann wieder flott gemacht.
Unsere Tagesetappen dauern von ca. 10:00-16:00/17:00 Uhr. Anschließend wandern wir zu einem nahe gelegenen Dorf und erleben das abendliche Treiben. Unser Zeltlager richten wir am Olt-Ufer ein, sammeln Holz und kochen am Lagerfeuer. Gesang und gute Laune… und für die Älteren ein Stamperl Schnaps! Übernachtung im Zelt am Olt-Ufer. F/M/A

5. Zweiter Floßtag

Unsere heutige Fahrt wird gemächlicher. Wir genießen es, vom Fluss getragen lautlos dahinzugleiten und unzähligen Mäandern zu folgen. Wer Lust hat, kann versuchen das Floß mit einem der Ruder zu steuern. Davon gibt es zwei, jeweils 7 m lang, vorne und hinten axial mittig am Floß angebracht. Meist werden sie von zwei Flößern bedient, die aber gerne bereit sind, uns in die Kunst des Steuerns einzuführen. Dabei erfahren wir auch einiges über die Geschichte der Flößerei. Gegen Abend gehen wir an Land. Wir befinden uns voraussichtlich in der Region um Hoghiz, einer Ortschaft, die während des Mittelalters strategisch wichtig war. In der naturparkähnlichen Landschaft stehen hier drei ehemalige Schlösser, teils Ruinen, umgeben von jahrhundertealten Eichen. In unmittelbarer Nähe befand sich das römische Militärlager Pons Vetus, wo 262 n. Chr. an der römischen Olt-Brücke die Schlacht zwischen Goten und Gepiden stattgefunden haben soll. Auf einer Wiese richten wir unser Zeltlager ein und bereiten das Lagerfeuer vor. Nach dem Abendessen sitzen wir noch gemütlich beisammen und tauschen unsere Eindrücke aus. Übernachtung im Zelt auf einer Wiese. F/M/A

6. Dritter Floßtag

Ein weiterer Tag auf dem Wasser liegt vor uns. Unterwegs winken uns immer wieder erstaunte Fußgänger und begeisterte Kinder von Ufern und Brücken aus zu. Auf dem Floß gibt es auf rustikalen Holzbänken eine Sitzgelegenheit für jeden Fahrgast. Eine überspannte Plane (Tarp) dient als Sonnen- und Regenschutz. Sobald wir in ruhigeres Fahrwasser kommen, halten wir an, um in Dorfnähe die Lebensweise der hiesigen Landbevölkerung auf uns wirken zu lassen. Wer möchte, kann am späteren Nachmittag noch eine kurze geführte Wanderung in der näheren Umgebung unternehmen (1-2 Stunden). Am Abend bauen wir wieder unser Lager auf mit „Holzdienst“, „Lagerfeuerbetreuung“ und allem, was zum Outdoor-Leben dazugehört. Gemeinsam bereiten wir am Lagerfeuer das Abendessen zu und tauchen anschließend bei Mondschein und Sternenlicht, Feuersglut und Kerzenschimmer ein in die Welt siebenbürgischer Sagen und Märchen. Übernachtung im Zelt. F/M/A
(Gehzeit: ca. 1 bis 2 Std.)

7. Letzter Floßtag – Fahrt ins Zibinsgebirge (Hohe Rinne/Paltinis)

Nach einem kräftigen Frühstück setzen wir zur letzten Floßetappe an. In Comana de Jos können wir kurz an Land gehen und ein kleines, aber sehenswertes ethnographisches Dorfmuseum besichtigen. Bis zum Nachmittag dürften wir es geschafft und Halmeag, das Ziel unserer feucht-fröhlichen Fahrt, erreicht haben. Das Floß wird hier von den Flößern in seine Bestandteile zerlegt und mit einem Holzlaster abtransportiert. Mit dem Bus fahren wir weiter zum höchstgelegenen Kurort Rumäniens, Hohe Rinne (Paltinis, 1.450  m). Dort quartieren wir uns in einer gemütlichen Bergpension ein, die uns für die nächsten 3 Tage als „Basislager“ dient. Den Abend lassen wir dort ausklingen – bei dieser Gelegenheit werden auch die Flößer-Diplome verliehen. Übernachtung in einer Bergpension. F/M/A
(Fahrzeit: ca. 2 bis 2,5 Std.)

8. Hohe Rinne und Umgebung: Zibinsklamm, Gretchenwiese, Oncesti-Gipfel

Nach dem Frühstück unternehmen wir einen Rundgang durch den geschichtsträchtigen Kurort.   Wir wandern zur Klosterklause „La Schit“ (sprich: Skit). Wir setzen unsere Wanderung rund um die Hohe Rinne fort. Der Kurort liegt in einem waldreichen Gebiet mit vielen Wanderwegen. Wir steigen in die Zibinsklamm hinab (550 Höhenmeter), wo wir auch picknicken. Unter den vielen Pflanzen der Umgebung sind über 30 endemisch. Aus der Zibinsklamm steigen wir entlang des Daneasa-Baches und über die Gretchenwiese gemächlich hinauf auf den Oncesti-Gipfel (1.713 m). Dies ist der höchste Punkt unserer Tageswanderung und zugleich einer der schönsten Aussichtspunkte der Region. Vom Gipfel kehren  wir  durch  dichten  Fichtenwald zur Pension zurück. Unsere Reiseleiter bereiten wieder ein schmackhaftes Essen für uns zu. Übernachtung in einer Bergpension. F/M/A
(Aufstieg 820 Hm; Abstieg 820 Hm; Gehzeit: ca. 6 bis 7 Std.)

Kuhhirtin

Kuhhirtin

9. Wanderung im zentralen Teil des Massivs: Naturpark „Iezerele Cindrelului“

Wir packen unsere Tagesrucksäcke mit Proviant für einen längeren Wandertag und starten in Richtung Südwesten. Zuerst geht es durch Nadelwald aufwärts, dann an Latschen vorbei auf einen Kamm. Unsere Wanderung führt über Bergsättel und Gipfel in Höhen zwischen 1.800  und  2.100 m. Wir befinden uns im  Naturpark „Iezerele Cindrelului“. Bei guten Witterungsverhältnissen schweift unser Blick weit in den Norden; die Westkarpaten scheinen zum Greifen nahe und von den Südkarpaten können wir fast jedes einzelne Massiv erkennen! Unterwegs treffen wir vielleicht Hirten. Sie bleiben den Sommer über mit ihren Herden auf den Almwiesen und steigen im Herbst wieder ab, um mit den Tieren den Winter im milderen zu verbringen. Nach etwa 4 Std. erreichen wir die Canaia-Baude – Endziel der „Königsetappe“ – wo wir uns ein wohlverdientes und deftiges Picknick gönnen. Von hier aus peilen wir den Rückweg an. In unserer gemütlichen Unterkunft klingt der Tag aus. Übernachtung in einer Bergpension. F/M/A
(Aufstieg 850 Hm; Abstieg 850 Hm; Gehzeit: ca. 8 Std.)

10. Abstieg über das Hirtendorf Rasinari nach Hermannstadt

Mit unserem Tagesrucksack starten wir zu einer rund 6-stündigen Wanderung. Anders als bei  der gestrigen Hochgebirgstour führt unsere Route heute nur talwärts. Unterwegs besuchen   wir eine Sennhütte. Dabei können wir einen Eindruck vom Wesen der Wanderhirtenschaft (Transhumanz) bekommen und zugleich die einfache Lebensweise der Hirten genauer kennen lernen. Über die Tomnatic-Wiese und blumenreiche Almen geht es zum Dorf Rasinari (Städterdorf, 574 m) hinab. Dieses erstreckt sich entlang zweier Gebirgsbäche am Fuß des Zibinsgebirges. Holzverarbeitung und Schafzucht sind hier die Hauptbeschäftigungszweige. Wir kehren nach Hermannstadt zurück und treffen am späteren Nachmittag in unserem „Basislager Neppendorf“ ein, wo wir die kommenden Nächte verbringen werden. Anschließend können wir den Abend bei einem Spaziergang durch Hermannstadt oder einem Eis ausklingen lassen. Übernachtung im Zelt/Heu im „Basislager Neppendorf“. F/M/A
(Abstieg 850 Hm; Gehzeit: ca. 6 Std.)

11. Erste Radtour: Kirchenburg und Hirtendorf

Nach dem Frühstück schwingen wir auf unsere Fahrräder und legen die ersten Kilometer im Vorbergland über Cisnadioara/Michelsberg nach Cisnadie/Heltau zurück. Dort besichtigen wir  die Kirchenburg, die zu den repräsentativsten in Südsiebenbürgen gehört. Zurück in Cisnadioara/Michelsberg, besichtigen wir die dortige Burg (1223 erstmals urkundlich erwähnt) mit der ältesten romanischen Basilika im sächsischen Siebenbürgen. Die Dorfidylle können wir bei einem Spaziergang durch Michelsberg (mit Besichtigung der evangelischen Dorfkirche und Kennenlernen der Kirchenkuratorin) erleben. Beim Halben Stein im Silberbachtal in schöner Landschaft lassen wir uns das Picknick schmecken. Anschließend fahren wir durch den „Jungen Wald“ nach Rasinari, das größte rumänische Hirtendorf, und besichtigen die älteste der drei orthodoxen, von Kirchenmalereien geschmückten Kirchen des Ortes: die „Heilige Paraschiva“-Kirche. Der Besuch der Kinderwerkstatt für Ikonenmalerei und ein kurzes Gespräch mit dem betreuenden orthodoxen Pfarrer oder dem örtlichen Kunstlehrer runden das Programm ab. Durch den Wald fahren wir zurück nach Hermannstadt. Übernachtung im Zelt oder im Heulager. F/M/A
(Fahrzeit: ca. 4 bis 5 Std.)

Lagerfeuer

Lagerfeuer

12. Zweite Radtour: Das malerische Vorbergland der Karpaten

Auf unserer heutigen Tour erhalten wir einen Eindruck vom Vorbergland, das unter dem Namen „Marginimea Sibiului“ bekannt ist. Wir durchqueren die zwei Hirtendörfer Poplaca und Orlat. Hier besichtigen wir auch das orthodoxe Kloster. Beim Gespräch mit einer Nonne können wir einen Eindruck vom Leben in einem orthodoxen Kloster erhalten. Anschließend fahren  wir  weiter, und besichtigen in Sibiel das Ikonen-Museum – berühmt für seine Hinterglasmalerei, die sich im 17. Jh. zur Volkskunst entwickelte und im 18./19. Jh. seine Blütezeit   erlebte. Die Künstler waren ländliche Meister, oft Analphabeten, die mit einfachsten Mitteln arbeiteten (Glas, Farbe und Holz für den Rahmen). Die Schönheit ihrer farblich reizvollen Werke liegt nicht zuletzt in der einfachen, menschlich ergreifenden Art der Darstellung. Ikonen schmücken so manche Dorfkirche und haben einen Ehrenplatz in vielen Bauernhäusern. Am häufigsten wurden das Bildnis der Mutter Gottes und die Geburt Christi  dargestellt, aber auch Heilige, wie z. B. der heilige Georg (als Beschützer der Viehherden) und der Prophet Elias (zur Abwehr gegen Blitzschlag). Unser Picknick nehmen wir am  Sibieler Bach ein und stärken uns für den Spaziergang durch Saliste. Das Abendessen  genießen wir auf einem rumänischen Bauernhof. Bustransfer zurück nach Hermannstadt. Übernachtung im Zelt oder im Heulager. F/M/A
(Fahrzeit: ca. 3-4 Std.)

13. Sibiu/Hermannstadt

Vormittags steht eine geführte Besichtigung durch die Gassen der Altstadt an (spätgotische evangelische Stadtpfarrkirche mit berühmter Sauer-Orgel, orthodoxe Kathedrale, katholische Kathedrale). Direkt auf dem Bauernmarkt nehmen wir das Mittagessen zu uns. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung und kann für Besichtigungen in Eigenregie genutzt werden (z. B. Brukenthal-Palais, Freilichtmuseum, Stadtbummel…). Hermannstadt kann auf eine über 800-jährige Vergangenheit zurückblicken. Unter dem lateinischen Namen „Villa Hermanni“ 1223 urkundlich belegt, besaß die Stadt 150 Jahre später bereits 19 Zünfte.  Drei Verteidigungsringe mit 5 Basteien und 54 Türmen schützten sie vor Fremdeinfällen. Leider ist von der alten Bausubstanz nicht alles erhalten geblieben, dennoch hat die Stadt ihr historisches Flair bewahrt. Schöne Plätze – der Große und der Kleine Ring mit gotischen und barocken Gebäudefassaden – bilden den Altstadtkern.
Mittelpunkt der ehemaligen Oberstadt mit ihren Patrizierhäusern ist der Große Ring, sein vielleicht schönstes Schmuckstück das Brukenthal-Palais. Der 1785 errichtete Barockbau, der heute ein berühmtes Museum und eine Bibliothek beherbergt, trägt den Namen seines Besitzers, des Kunstkenners und -sammlers Samuel von Brukenthal, der zu Maria Theresias Zeit Gouverneur von Siebenbürgen war. Durch das Tor des Ratsturms gelangt man vom Großen Ring auf den Kleinen Ring. Hier, umgeben von den schönen Arkaden-Häusern der Handwerker und Kaufleute (15./16. Jh.), findet jedes Jahr im Herbst ein im ganzen Land bekannter Töpfermarkt statt. Unter mittelalterlichen Mauerbögen, gesäumt von alten Häusern, führt die  malerische  „Sagstiege“ aus  der  Oberstadt  hinab  zu  den  Gassen  der Unterstadt. Am Nachmittag werden wir zum Flughafen gebracht (10 Minuten). Bustransfer nur in Verbindung mit dem Gruppenflug. F/M

F = Frühstück / M = Mittagessen / A = Abendessen

Leistungen

  • Rail & Fly (Innerdeutsche Bahnfahrkarte)
  • Flug mit Lufthansa München – Sibiu – München
  • Flugverkehrsabgabe in Höhe von 8 EUR
  • Flughafentransfer nur in Verbindung mit dem Gruppenflug
  • Derzeitige Flughafensteuer, Abflugsteuer und Sicherheitsgebühren
  • Übernachtung in Pensionen, Zelten und im Heu
  • 12x Frühstück, 12x Mittagessen, 12x Abendessen
  • Wasser (außer in Pensionen und Gaststätten)
  • Deutsch sprechende Reiseleitung ab/bis Sibiu (Herrmannstadt)
  • 3-4-köpfige Flößermannschaft
  • Rumänisch sprechender Begleiter der Reise
  • Gepäcktransport während der Floßfahrt
  • Camping- und Kochausrüstung
  • Leihausrüstung: 8-gängige Winora-Fahrräder, Schwimmwesten
  • Transfers/Fahrten laut Programm mit einem Bus
  • Eintrittsgebühren lt. Programm
  • Versicherungsschutz im Wert von 76 EUR: Reiserücktritts-Versicherung, Reisehaftpflicht-Versicherung, Reisekranken-Versicherung mit medizinischer Notfall-Hilfe, Rundum-Sorglos-Service

Nicht enthaltene Leistungen

  • Nicht aufgeführte Mahlzeiten und Getränke
  • Trinkgelder; Persönliches
  • Individuelle Ausflüge und Besichtigungen

Zusatzleistungen

  • Einzelzimmer- und Einzelzelt-Zuschlag: 100 EUR
  • Anschlussflug ab anderen deutschen Städten nach Verfügbarkeit: 60 EUR
  • Anschlussflüge ab Österreich oder Schweiz auf Anfrage
  • Reisepreis ab/an Sibiu bei Eigenanreise p.P.: 945 EUR
  • Reisepreis für Kinder inkl. Flug (10-15 Jahre): 1.175 EUR
  • ZUSATZ-Reisepaket mit Reiseabbruchversicherung, Reisegepäckversicherung, Reiseunfallversicherung: 44 EUR

Hinweise

  • Termine, Preise & Leistungen ab 01.01.16 unter Vorbehalt.
  • Vor Ort werden Sie von einem Team, bestehend aus einem ortskundigen, Deutsch und Rumänisch sprechenden Reiseleiter sowie einem Tourbegleiter, betreut. Ihr Rumänisch sprechender Tourbegleiter kümmert sich um organisatorische Aufgaben. Beide verstehen sich als Teil der Gruppe. Während der Floßfahrt werden Sie zusätzlich von einem Flößer-Team, gebildet aus vier Flößern, begleitet. Ihr Anliegen ist es, Ihnen die Reise angenehm und interessant zu gestalten. Wir bitten Sie, sich bei dieser Reise aktiv mit einzubringen und alles, was Ihnen am Herzen liegt, offen anzusprechen.
  • Nach der Floßtour haben Sie die Möglichkeit, einen Teil Ihres Gepäcks bei unserer Agentur in Hermannstadt zu deponieren.
  • Bedingt durch ungünstige Wetterverhältnisse, Zugverspätungen, organisatorische Schwierigkeiten, nicht vorhersehbare Ereignisse oder sonstige Faktoren kann es bei dieser Reise zu Programmumstellungen und/oder –änderungen kommen.
  • Eine Anzahlung von 20 % muss direkt nach der Buchung und Erhalt des Sicherungsscheines bezahlt werden. Die Restzahlung wird 4 Wochen vor Reisebeginn fällig. Bis zu der in der AGB genannten Frist vor Reisebeginn kann der Veranstalter bei Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl von der Reise zurücktreten.
  • Durch Ihre Reise erzeugte CO2-Emissionen können Sie durch eine freiwillige Spende an Atmosfair ausgleichen (s. Buchungsformular).
  • Die Spenden werden in Projekte zur Einsparung von Treibhausgasen investiert. Um die CO2-Emissionen des Fluges an anderer Stelle einzusparen sind z.B. für Flüge nach Namibia ca. 137 EUR und nach Äthiopien ca. 85 EUR notwendig. Sie erhalten für Ihre Spende eine vom Finanzamt anerkannte Bescheinigung.

Anforderungen

  • Diese Reise ist eine Aktiv-Tour und zeichnet sich durch die Vielfalt der Aktivitäten aus: gemeinsamer Floßbau, Flößen, Wandern, Radeln, Lagerfeuer-Machen etc. Wichtig ist in erster Linie, dass Sie aufgeschlossen sind für die Kombination der Programmpunkte. Sportlich-aktive Etappen wechseln sich ab mit Besichtigungen. Teilnehmer sollten Freude an körperlicher Betätigung im Freien, Flexibilität und die Bereitschaft zum Improvisieren sowie Gemeinschaftsgeist mitbringen.
  • Abwechslungsreiche Aktivreise für Groß und Klein: Gemeinschaftsgeist, Flexibilität, Kondition und Trittsicherheit (Pfade) notwendig; wild zelten am Flussufer.
  • Die Floßfahrt stellt keine besonderen körperlichen Anforderungen. Schwimmkenntnisse sind nicht erforderlich, Nichtschwimmer müssen jedoch Sicherheitswesten tragen.
  • Die Wanderungen bieten weder technische Schwierigkeiten, noch erfordern sie Schwindelfreiheit. Für die maximal 7- bis 8-stündigen Etappen sollten Sie jedoch über entsprechend Ausdauer und Trittsicherheit verfügen (gemeint ist sicheres Gehen auf unterschiedlich beschaffenem Gelände, z. B. auf kleinen Steinwippen). Gewandert wird auf markierten Pfaden oder Hirtensteigen. Als Vorbereitung für die Touren empfehlen wir regelmäßige, mehrstündige Wanderungen. Während der Wanderungen tragen Sie nur Ihr Tagesgepäck.
  • Die Fahrrad-Etappen sind eher leicht und verlangen keinen großen Energieaufwand. Fahrradwege gibt es keine. Die Etappen sind so gewählt, dass Sie, soweit möglich, schwach befahrene Nebenstrecken benutzen. Bis auf einen Abschnitt von 6 km am 2. Fahrrad-Tag (Feldweg) sind alle Strecken geteert und gut befahrbar, sie verlaufen teilweise leicht bergauf und bergab. Bitte bringen Sie einen Fahrradhelm, Fahrradhandschuhe sowie eine Fahrradbrille selbst mit. Diese können vor Ort nicht ausgeliehen oder gestellt werden.
  • Diese Reise ist für Kinder ab 10 Jahren geeignet. Sie sollten Erfahrung im Wandern und Zelten haben, sowie sicher Fahrradfahren. Im Hotel schlafen die Kinder auf einem Beistellbett bei den Eltern im Zimmer.
Kontakt
 +49 (0)30 2061 6488-0
 info@intakt-reisen.de
Termine
Diese Reise wird derzeit nicht durchgeführt.