Antarktis: Süd-Shetland Inseln und Pinguine

Expedition und Kreuzfahrt

Antarktis   Kreuzfahrten, Naturreisen

Bedingt durch die besondere Lage um den Pol ist auf dem Kontinent der Antarktis vieles von besonderem Interesse: unglaubliche Naturphänomene, bei den Reisen im antarktischen Sommer der Polartag und das besondere Klima, welches das ganze Jahr hindurch extrem kalt ist. In vielerlei Hinsicht hat die Antarktis Superlative zu bieten: es ist der kälteste, der trockenste und der windigste Fleck Erde auf unserem Planeten. Aus diesen Gründen ist der sechste Kontinent relativ schwer zugänglich und der Zipfel der Halbinsel ragt als einzige Landmasse über den südlichen Polarkreis hinaus. Dadurch ist sie klimatisch begünstigt und hat relativ milde Temperaturen, die ein sehr abwechslungsreiches und überschwängliches Tierleben ermöglichen. Unzählige Pinguinkolonien, Robben, Wale und Seevögel haben hier ihre Heimat und geben uns den Eindruck von einem Garten Eden für Tiere. Von den Menschen noch unbeeinflusst, treten sie uns ohne Scheu entgegen und wir bekommen staunende Einblicke in eine ganz eigene Welt. Die Antarktische Halbinsel gehört darüber hinaus zu den landschaftlichen Höhepunkten des ganzen Kontinents. Wegen ihrer noch intakten Natur ist sie einzigartig schön. Es ist Natur pur aus Eis, Gletschern und Gebirgen.

Diese Kreuzfahrten sind sogenannte „Basecamp“ Reisen. Dabei dienen die Schiffe als Basislager für verschiedene Land-Aktivitäten. Die Schiffe verweilen in der Regel für einige Tage am gleichen Ort, von wo aus ein breites Spektrum an Aktivitäten angeboten wird: Bergsteigen, Wandern, Kayaking, Schneeschuhwandern, Camping sowie ein Fotoworkshop. Alle Aktivitäten sind kostenlos, die Buchung ist mit Reiseanmeldung erforderlich. Gäste, die nicht körperlich aktiv werden wollen, nehmen am normalen Landausflugsprogramm teil (leichte bis mittelschwere Spaziergänge und Wanderungen mit Fokus auf die Tierwelt).

Königspinguin

Königspinguin

Die Höhepunkte dieser Reise:

  • Die Antarktische Halbinsel
  • Einzigartige Tierwelt und landschaftliche Höhepunkte des sechsten Kontinents
  • Unzählige Robben und See-Elefanten
  • Begeisternde Fahrten mit den Zodiacs
  • Deutschsprachiges Expeditionsmitglied an Bord!
  • Für besonders Aktive: das „Antarktis Basecamp

Reiseverlauf Antarktis (24 Tage)

Lemaire-Kanal

Ihr Schiff:
Die MS PLANCIUS begann ihre Karriere bereits 1976 als ein ozeanografisches Forschungsschiff für die Königlich Holländische Marine unter dem Namen „MS Tyderman“. Im Juni 2004 wurde sie aus dem aktiven Dienst genommen und fährt nun seit Dezember 2006 für den bekannten holländischen Anbieter von Polarreisen, Oceanwide Expeditions. Kürzlich noch umfangreich umgebaut und renoviert worden, ist sie seit Januar 2010 wieder im Eis unterwegs – ausgestattet mit den neusten Sicherheitseinrichtungen nach SOLAS (Safety of Life at Sea) und registriert bei Lloyd’s in London. Sie fährt unter holländischer Flagge. Das Schiff ist ansprechend und komfortabel ausgestattet, dennoch aber nicht luxuriös. Bei den von ihr angelaufenen Destinationen steht das Erleben der Landschaft und Region im Vordergrund und es ist dafür das perfekte Schiff. Die MS PLANCIUS kann 114 Passagiere in 53 Kabinen unterbringen, von denen alle eine eigene Dusche und WC haben. Die Besatzung sind 30 internationale Crewmitglieder und ein Arzt, die alles tun werden, was in ihrer Macht steht, um eine unvergessliche Reise in die extremen Regionen unserer Erde zu ermöglichen.

* Die MS ORTELIUS, benannt nach dem holländischen Kartographen Abraham Ortelius (1527-1598) fährt unter zypriotischer Flagge für unseren holländischen Reedereipartner Oceanwide Expeditions und ist im gleichen Fahrwasser wie die MS PLANCIUS unterwegs. Vielen wird sie noch als „Marina Tsvetaeva“ bekannt sein. Gebaut wurde die ORTELIUS im Jahr 1989 in einer Werft im polnischen Gdingen als eisbrechendes Passagierschiff. Sie wurde im Sommer 2012 und zuletzt im Frühjahr 2014 umfangreich erneuert und bietet den maximal 116 Gästen inzwischen ordentlichen und bequemen Komfort. Aufgrund ihrer hohen Eisklasse ist sie erste Wahl für Expeditionskreuzfahrten in abgelegene Gebiete unseres Planeten. Eine kleine Flotte von Schlauchbooten steht für Landungsfahrten zur Verfügung, damit wir noch näher an die Schätze der örtlichen Flora und Fauna herankommen und diese bestaunen können. Für Fahrten ins Weddell Meer führt die ORTELIUS zwei kleine bordeigene Hubschrauber mit, um Anlandungen in die Kaiserpinguin-Kolonie auf Snow Hill Island anzubieten, was ohne Helikopter und die hohe Eisklasse so gut wie unmöglich wäre. Die Passagierkabinen sind ordentlich und zweckmäßig, alle Kabinen sind mit Dusche/WC ausgestattet. Die öffentlich zugänglichen Bereiche (Schiffsbrücke, Bibliothek, Vorlesungssaal und Bar eingeschlossen) des Schiffes sind weitläufig und perfekt für einen angenehmen Zeitvertrieb geeignet. In zwei Restaurants finden alle Gäste gleichzeitig Platz.

– Bordsprache: Englisch/Deutsch
– Englischsprachiges, teilweise auch deutschsprachiges Expeditionsteam an Bord
– Zahlungsmittel an Bord: Euro, gängige Kreditkarten
– Kleidervorschrift: dem Reiseziel angepasst: sportlich leger
– Das Ausfüllen eines medizinischen Fragebogens vor Reiseantritt ist vorgeschrieben

1. Tag: Hinflug

Linienflug mit Lufthansa von Frankfurt nach Buenos Aires.

2. Tag: Buenos Aires

Ankunft in Buenos Aires und Transfer zum ****Hotel. Am Nachmittag unternehmen wir eine Stadtrundfahrt.

3. Tag: Ushuaia

Transfer zum Flughafen und Weiterflug nach Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt. Transfer zum ****Hotel. Der restliche Tag steht zur freien Verfügung. F

4. Tag: Einschiffung

Vormittags Ausflug zum Nationalpark „Tierra del Fuego“. Nachmittags Einschiffung auf unser Expeditionsschiff und Leinen los Richtung Falkland-Inseln. Die ersten Stunden unserer Expeditions-Kreuzfahrt führen uns durch den landschaftlich schönen Beagle-Kanal. F/A

5. Tag: auf See

Wir machen uns mit unserem Schiff vertraut. Die mitreisenden Lektoren erzählen uns in ersten Vorträgen viel Wissenswertes über die Geschichte und das Leben auf den Falklands und bereiten uns auf die ersten Anlandungen vor. Auch sind diese Gewässer ein beliebter Aufenthaltsort für Wale, die auf ihren Wanderungen die Falklandregion kreuzen. F/M/A

6. Tag: Falklandinseln

Denkt man an die Falklands, so fällt einem zuerst der Krieg der Engländer und Argentinier um diesen Flecken Erde ein. Die größte Sehenswürdigkeit ist jedoch die seltene Tier- und Pflanzenwelt. Gleich mehrere Pinguinarten, darunter die putzigen Felsenpinguine und Magellanpinguine, kommen hier in großen Kolonien vor. Aber auch Seeelefanten liegen an den Stränden und die beeindruckenden Schwarzbrauenalbatrosse brüten im kniehohen Tussock-Gras. F/M/A

7. Tag: Stanley

„Der Besucher soll aus Stanley mitnehmen, dass dies eine sehr britische Stadt ist, in einem sehr britischen Land“ – diesem Wunsch des Gouverneurs der Inseln können wir bei einem Spaziergang durch das kleine Städtchen gerne nachkommen. F/M/A

8.-9. Tag: Auf See

Der Kurs führt Richtung Süden über die Antarktische Konvergenz, und wir merken einen plötzlichen Temperaturrückgang. Die Gewässer sind reich an Nahrung für Seevögel und Meerestiere. F/M/A

10.-13. Tag: Südgeorgien

Am 5. November 1914 erreichte Shackletons Endurance Südgeorgien. Rund einhundert Jahre später werden wir am Grab des berühmten Polarforschers stehen und ihm die Ehre erweisen. Unser Aufenthalt in diesem Naturparadies gibt uns unzählige und vielfältige Anlandungsmöglichkeiten, die uns die Einzigartigkeit der Landschaft und des Tierlebens vermitteln. Wir werden durch verlassene Walfängersiedlungen spazieren, durch deren Straßen nun Königspinguine watscheln und in Grytviken das kleine Museum und die Kirche besuchen. Bei Fortuna Bay und Bay of Isle befinden sich brütende Wanderalbatrosse und in Salisbury Plain eine riesige Kolonie von Königspinguinen. Weitere Anlandungen sind geplant in Gold Harbour, St. Andrews Bay und der Cooper Bay. Krönender Abschluss ist die Fahrt durch den Drygalski-Fjord. F/M/A

14. Tag: Auf See

Wir nehmen Kurs Südost. F/M/A

15. Tag: Südorkney-Inseln

Noch gute 1.000 sm von der Antarktischen Halbinsel entfernt liegen die Südlichen Orkneyinseln knapp südlich der antarktischen Konvergenz und fallen damit unter den Antarktisvertrag und dem entsprechenden Schutz. Auf den Inseln befindet sich eine antarktische Wüste und Forscher von unterschiedlichen Instituten haben herausgefunden, dass hier mehr als 1.200 Lebewesen beheimatet sind, darunter auch besondere Seeigel, Krebse und vieles mehr. Damit kommen hier mehr Tierarten als auf den Galápagos-Inseln vor! Berühmt wurde diese Inselgruppe auch durch den Polarforscher Ernest Shackleton und seine dramatische Rettungsaktion. Die Anlandungen in dieser unwirklichen Region sind schwierig und können nicht garantiert werden. Aber wenn die Bedingungen es zulassen, besuchen wir die argentinische Forschungsstation Orcadas. F/M/A

16. Tag: Auf See

Unsere Expeditons-Kreuzfahrt führt uns immer näher an den eisigen Kontinent heran. Der Kurs geht Richtung Weddell-Meer. Immer mehr große Eisberge kommen uns aus der Antarktis entgegen. F/M/A

Seelöwe, ganz nah

17.-19. Tag: Antarktische Halbinsel

Bereits Amundsen beschrieb diese Region als ein Märchenland. Auf den Südshetland-Inseln versuchen wir Anlandungen in der Caldera auf Deception Island. Die Einfahrt in die Caldera ist nur bei Windstille und mit kleinen Expeditionsschiffen möglich. „Neptuns Blasebalg“ wird die Einfahrt passender Weise auch genannt. An Land sehen wir Relikte aus der Wal- und Robbenfängerzeit, aber auch eine Kolonie von Zügelpinguinen, die sich hier ein Zuhause eingerichtet haben. Eine weitere Anlandung ist die Half Moon Bay, wo träge Weddell- und Pelzrobben am Strand liegen, deren Population sich in den letzten einhundert Jahren wieder gut erholt hat. Auf der Vulkaninsel Paulet Island leben 200.000 Adeliépinguine. Auf einer Expeditions-Kreuzfahrt in die Antarktis kann nicht jede Anlandung garantiert oder im voraus geplant werden, aber die Möglichkeiten sind so vielfältig, dass jede Reise unvergesslich sein wird. Weitere Anlandungen werden je nach Eislage geplant. F/M/A

20.-21. Tag: Drake-Passage

Keine Antarktis-Reise ist vollständig ohne das Passieren der berühmten Drake-Passage. F/M/A

22. Tag: Ausschiffung

Wir erreichen Ushuaia am frühen Morgen. Eine einmalige Expeditions-Kreuzfahrt ist zu Ende. Ausschiffung und Flug nach Buenos Aires. Transfer zum ****Hotel. F

23. Tag: Buenos Aires

Am Nachmittag Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Deutschland. F

24. Tag: Wieder daheim

Ankunft in Frankfurt.

F = Frühstück / M = Mittagessen / A = Abendessen

Leistungen

  • Linienflüge mit Lufthansa ab/bis Frankfurt
  • Inlandsflüge mit Aerolineas Argentinas mit eingeschränkter Freigepäckgrenze inkl. Steuern und Gebühren
  • Schiffsreise in der gebuchten Kabinenkategorie inkl. Vollpension an Bord
  • Hotelübernachtungen vor/nach der Seereise lt. Programm
  • Transfers in Buenos Aires und Ushuaia lt. Programm
  • Stadtrundfahrt in Buenos Aires
  • Ausflug zur Halbinsel Valdez
  • Alle Landgänge und Zodiacfahrten während der Seereise
  • Erfahrenes Expeditionsteam an Bord
  • Informative Vorträge zu Flora, Fauna und Gebiet
  • Gummistiefel während der Kreuzfahrt
  • Ein Reisehandbuch Antarktis
  • Reiserucksack

Nicht enthaltene Leistungen

  • Nicht genannte Mahlzeiten und Getränke
  • Trinkgelder; Persönliches
  • Evtl. erhöhter Kerosinbeitrag nach dem 01.08.18

Zusatzleistungen

  • Rail & Fly (Innerdeutsche Bahnanreise 2. Klasse): 94 EUR
  • Einzelkabinenzuschlag auf Anfrage, ab: 12.690 EUR
  • Einzelzimmerzuschlag Landprogramm ab: 430 EUR
  • Innerdeutsche Zubringerflüge mit LUFTHANSA ab/bis versch. dt. Flughäfen: 90 EUR
  • Zubringerflüge ab/bis Wien: 290 EUR
  • Optionale Aktivitäten (nur buchbar bei Reiseanmeldung):
  • Kayaking: 599 EUR
  • Camping auf dem Festland: 199 EUR
  • Verlängerung Iguassu-Fälle auf Anfrage möglich

Hinweise

  • Achtung! Für diese Reise gelten geänderte Stornobedingungen: bis 90 Tage vor Reisebeginn 20 %; 89-60 Tage: 50 %, ab 59 Tage: 95 % des Reisepreises.
  • Termine, Preise & Leistungen gültig bis Katalogwechsel.
  • * Termin mit der MS Ortelius, sonst MS Plancius.
  • Bei Buchung einer Einzelkabine, einer „halben“ Kabine oder einer Mehrbettkabine wird der Einzelzimmerzuschlag bei Hotelübernachtungen im Rahmen des An- und Abreise-Programms berechnet.
  • Alle geplanten Routen und Anlandungen sind wetterabhängig und unterliegen den örtlichen Gegebenheiten (Eissituation, Windstärke, Dünung) und sind deshalb unter Vorbehalt. Änderungen des Programms / Reiseverlaufs können jederzeit vom Kapitän / Expeditionsteam ausgesprochen werden.
  • Schiffskategorien (alle Kabinen mit Dusche/WC):
  • Kat. A = Vierbettkabine, Bullauge
  • Kat. B = Dreibettkabine, Bullauge
  • Kat. C = Zweibettkabine, Bullauge
  • Kat. D = Zweibettkabine, Fenster
  • Kat. E = Zweibettkabine Deluxe, Fenster
  • Kat. F = Doppel-Superiorkabine, Fenster
  • Eine Anzahlung von 10 % des Reisepreises (max. 250 EUR je Person), bei Kreuzfahrten 20% muss direkt nach der Buchung und Erhalt des Sicherungsscheines bezahlt werden. Die Restzahlung wird ca. 3 - 4 Wochen vor Reisebeginn fällig. Bis zu der in der AGB genannten Frist vor Reisebeginn kann der Veranstalter bei Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl von der Reise zurücktreten.
  • Durch Ihre Reise erzeugte CO2-Emissionen können Sie durch eine freiwillige Spende an Atmosfair ausgleichen (s. Buchungsformular).
  • Die Spenden werden in Projekte zur Einsparung von Treibhausgasen investiert. Um die CO2-Emissionen des Fluges an anderer Stelle einzusparen sind z.B. für Flüge nach Spitzbergen ca. 41 EUR notwendig. Sie erhalten für Ihre Spende eine vom Finanzamt anerkannte Bescheinigung.

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