Oman: Expedition in die Wüste Rub al-Khali

Omani mit Sohn
Geländewagentour und Wanderungen mit Ramlat al-Wahiba, Oryx-Reservat Dja'luni, Salalah
Rub al-Khali, das heißt Leeres Viertel. Und doch ist wohl keine Leere so großartig wie diese. Wer sich dieser Wüste nähert, kehrt reich an Eindrücken zurück. Nur wenigen gelingt es, das Erlebte in Worte zu fassen. Auf dieser Reise werden wir lernen, diese Begeisterung zu teilen, auch wenn wir "nur" den tiefen Süden der Rub al-Khali erforschen - der größere Teil liegt in Saudi-Arabien.
Von Küste zu Küste durch die Wüsten Arabiens: Das ist der abenteuerliche Weg, den diese außergewöhnliche Expedition nimmt. In ihrem Zentrum steht die Rub al-Khali, die größte zusammenhängende Sandwüste der Welt.
Unsere Fahrer und Reiseleiter gehören zu den wenigen in Oman, die diese anspruchsvolle Strecke aufgrund ihrer Erfahrung meistern können. Sandstürme verändern die Rub al-Khali beständig, deswegen ändert sich die Expeditionsroute von Mal zu Mal. Das fordert den Entdeckergeist unserer Crew und führt zu immer neuen Horizonten.
Die Höhepunkte dieser Reise:
- 17-tägige Geländewagenexpedition in die Weiten der südlichen Rub al-Khali
- Querung der Ramlat al-Wahiba
- Bummel über den Weihrauchmarkt von Salalah
- Leichte Wanderungen in den Bergen und vor allem morgens und abends in der Wüste
- Viel Zeit für eigene Erkundungen in der Rub al-Khali
- Optional: Badeverlängerung in Salalah
Reiseverlauf
(kurzfristige Änderungen vorbehalten)
1.-3. Ankunft und Muscat
Flug von Deutschland nach Muscat. Ankunft dort am Morgen des 2. Tages. Auf dem Weg zum Hotel besuchen wir die Große Moschee, die Sultan Qaboos Grand Mosque. Anschließend Transfer zum Hotel und Check-in. Der Nachmittag des zweiten Tages steht uns zum Eingewöhnen zur freien Verfügung. Wer mag, unternimmt einen ersten Bummel durch den Suq von Muttrah oder geht am langen Sandstrand von Qurum spazieren. Am 3. Tag lassen wir uns ausgiebig Zeit für die Erkundung der Hauptstadtregion mit einem Besuch der Altstadt von Muscat.
4.-5. Von den Grabtürmen auf dem Djabal Bani Djabr in die Wahiba
Am Morgen des 4. Tages beginnen wir unsere Expedition mit einer gemächlichen Fahrt entlang des Indischen Ozeans gen Südosten. Holprige Pisten führen vom Meer hinauf in die Berge der Sharqiyah. Unsere erste Zeltnacht verbringen wir nahe den in windiger Höhe einsam gelegenen Grabtürmen auf dem Djabal Bani Djabr.
Am 5. Tag werfen wir einen vorsichtigen Blick in die Höhle Madjilis ad-Djinn hinein. Die beschaulichen Gassen der Oase Manzaffar erwarten uns am frühen Nachmittag. Dann tauchen wir in die Wüste Wahiba ein. Unsere Zelte bauen wir im Schutz einer Düne auf und verbringen die Nacht unter dem Sternenhimmel.
6.-8. Von der Küste des Indischen Ozeans in die Djiddat al-Harasis
Nach einer Durchquerung der Wahiba in nord-südlicher Richtung erreichen wir am späten Nachmittag des 6. Tages wieder das Meer, wo wir uns nach einem Bad im Indischen Ozean mit etwas Glück an frischem Fisch stärken können.
Weiter geht es - bei Ebbe! - am Strand entlang und dann Richtung Westen. Dabei kreuzen wir den Huqf, dessen karges, steiniges Plateau ein ehemaliger Gletscherbruch furcht. Unser Ziel ist die dürre Geröllebene um Djaluni. In Hayma queren wir die Asphaltstraße und schlagen unser heutiges Camp bereits in den Dünen des "Leeren Viertels" auf.

Fahrzeug vor Ocker-Dünen
8.-14. Rub al-Khali
Nun beginnt unsere Fahrt im südlichen Abschnitt der Rub al-Khali, deren unermessliche Sanddünung vom Süden Saudi-Arabiens in den Westen Oman wogt. Die Vielfalt der Wüstenlandschaften, die sie noch an ihrem Saum entfaltet, macht den Zauber unserer Reise entlang der saudischen Grenze aus. Wir bewegen uns wo immer möglich am Rande von Sabkhas - weiß strahlenden, von einer Salzkruste überzogenen Ebenen - oder durch die langgestreckten Korridore zwischen ockerfarbenen Dünenzügen. Bis zu 150 Metern und mehr türmen sich die Sandberge auf. Oft genug aber verläuft unsere Fahrtrichtung auch quer zu solchen Korridoren.
Dann gilt es, die vielverschlungenen Dünen abzuschätzen und eine Passage entlang der festen Schultern und über nicht ganz so steile Kämme zu finden. Von Zeit zu Zeit werden wir an einem solchen Hindernis zunächst scheitern und müssen dann Schaufeln und Sandbleche, Hände und Muskelkraft einsetzen, um die Wagen wieder flott zu machen.
An besonders gefährlichen Stellen ist es selbstverständlich, dass die Mitreisenden aussteigen und ein Stück des Weges zu Fuß gehen.
Überhaupt werden wir nicht nur im Auto fahren. Morgens - nach dem Frühstück und nachdem wir unsere Siebensachen gepackt haben - weist uns unser Guide die Fahrtrichtung. Dann machen wir uns zu Fuß auf den Weg und lassen uns später von den Fahrzeugen einholen. Mittags bauen wir unser Schattendach auf und gönnen uns eine Pause mit Brot und Salat und anderen kalten Köstlichkeiten. Dann geht es noch etwa zwei Stunden mit den Wagen weiter, bevor wir uns einen schönen Zeltplatz suchen, bevorzugt in den Bäuchen der Dünen - also in einer der rundlichen Senken, die sich auf halber Höhe der Dünen finden. Hier bleibt genügend Zeit für individuelle Erkundungen der Rimal, der Sande.
Unsere Crew baut derweil die Küche auf und bereitet einen Tee zu. Standesgemäß haben wir Teppiche dabei, die wir - so wir denn Holz finden - um unser kleines Lagerfeuer ausbreiten. Die Vorbereitungen zum Abendessen (an denen sich täglich der/die eine oder andre beteiligen sollte) finden bei Sonnenuntergang statt. Zumeist gibt es ein traditionell omanisches Gericht, wie zum Beispiel ein Gemüse- oder ein Trockenfischcurry mit Reis. Natürlich backen wir zwischendurch auch das traditionelle Brot im Sand. Und nach dem Abendessen bleibt dann genügend Zeit, in den sternenklaren Nachthimmel zu schauen oder sich zu unterhalten.
Die auf unseren Karten eingetragenen Namen wie Ramlat Mitan oder Ramlat Hashman bekommen in diesen Tagen ein Gesicht, und wir verstehen, dass Wüste nicht gleich Wüste ist. "Leeres Viertel" - weil hier kein Mensch lebt. Und doch treffen wir vielleicht auf das einsame Zelt eines Kamelhirten, der hier im Auftrag des Kamelbesitzers die Herde beaufsichtigt.
Unsere Guides und Fahrer kennen den südlichen Teil der Rub al-Khali wie ihre Heimat. Sie wissen bis in die Uruq al-Hadd die Stellen, an denen noch ein paar dürre Akazien der Trockenheit trotzen. Sie wissen auch, an welchen Orten man den leuchtend grünen Salzbusch antrifft, den die Badu Harm nennen. Sie finden den Weg zu dem Süßwassersee inmitten der Einöde, in dem leicht schwefelhaltiges Wasser mit Macht an die Oberfläche sprudelt. Und vielleicht führen sie uns auch zu einem Geoden-Feld, wo nichts wächst außer jenen seltenen hohlen Knollensteinen, die auffälligerweise immer in Mehrzahl auftreten.
15.-17. Salalah und das Ende der Reise
Wie schwer es ist, dem Sand etwas zu entlocken, zeigt die Geschichte der einst verschollenen Stadt Ubar, von deren Existenz frühere Reisende immer wieder erzählt bekamen, doch den Weg dorthin angeblich "nur der Teufel" kannte. Kurz hinter Ubar beginnt wieder die Asphaltstraße, die uns bis Salalah bringt. Wir quartieren uns in einem kleinen Hotel direkt am Strand ein. Sofern unsere Expedition ohne Zwischenfälle verlaufen ist, gehört der 16. Tag Salalah.
In der Nacht Beginn des Rückflugs. Per Inlandsflug erreichen wir Muscat und steigen dort um in Richtung Deutschland. Rückkunft in Frankfurt oder München am Morgen des 17. Tages.
Leistungen
- Linienflug inkl. Luftverkehrsabgabe in Höhe von 25 EUR
- Inlandsflug Salalah - Muscat
- Transfers vom und zum Flughafen
- Rundreise im Geländewagen (maximal 4 TeilnehmerInnen pro Fahrzeug)
- 4 Hotelübernachtungen mit Frühstück
- 9 Zeltübernachtungen
- Camping-Ausrüstung mit 2-Personen-Zelten und Expeditionsküche
- Verpflegung aus der Bordküche incl. Trinkwasser und Tee
- Alle Exkursionen, Eintritte und Besichtigungen gemäß Programm
- Navigationsinstrumente (GPS), Notfall-Satellitentelefon
- Landeskundige, Deutsch sprechende Reiseleitung
- Insolvenz-Sicherungsschein
Nicht enthaltene Leistungen
- Visum (bei Ankunft am Flughafen) z.Zt.: 40 EUR
- Weitere Nebenkosten ca. 3-5 EUR pro Tag für nicht enthaltene Mahlzeiten
- Trinkgelder
- Persönliches
- Evtl. erhöhter Kerosinzuschlag
Zusatzleistungen
- Einzelzimmer/-zelt-Zuschlag: 100 EUR
- Rail & Fly-Ticket (Zug zum Flug, innerdeutsch): 69 EUR
- Badeverlängerung in Salalah auf Anfrage
Hinweise
- Termine, Preise & Leistungen ab 01.10.12 unter Vorbehalt.
- Falls sich für einen Termin nur 6 Teilnehmer anmelden, wird die Durchführung der Reise für einen Aufpreis von 120 EUR neu angeboten.
- Privatreise für 2 Personen zum Wunschtermin ab: 4.100 EUR
- Gäste aus dem Süden oder Osten Deutschlands können teilweise alternativ Flüge von München nach Muscat bzw. Dubai nutzen. Wegen des etwas verschobenen Flugplanes sind allerdings andere Transfers und teilweise Zusatzübernachtungen notwendig. Bitte wenden Sie sich an uns, damit wir Ihnen ein entsprechendes Angebot machen können!
- Diese Reise findet an manchen Terminen während des islamischen Fastenmonats Ramadan bzw. während des Idh-Festes statt. Während des Ramadan, sowie während der Ihd-Feste ist das gesamte öffentliche Leben tagsüber eingeschränkt. Reisen im islamischen Fastenmonat sind andererseits eine interessante Erfahrung, die viele unserer bisherigen Gäste nicht missen möchten.
- Zu erforderlichen Impfungen fragen Sie bitte Ihren Arzt oder eines der Tropeninstitute.
- Eine Anzahlung von 20% muss direkt nach der Buchung und Erhalt des Sicherungsscheines bezahlt werden. Die Restzahlung wird 4 Wochen vor Reisebeginn fällig. Bis zu der in der AGB genannten Frist vor Reisebeginn kann der Veranstalter bei Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl von der Reise zurücktreten.
- Durch Ihre Reise erzeugte CO²-Emissionen können Sie durch eine freiwillige Spende an Atmosfair ausgleichen (s. Buchungsformular).
Anforderungen
- Für diese Reise bedarf es einer durchschnittlichen Kondition und vor allem Entdeckergeistes. Längere Fahrstrecken halten sich in Grenzen, und immer wieder gibt es Gelegenheit, die unterschiedlichen Landschaften, durch die wir kommen, auch zu Fuß zu erkunden. Große Temperaturunterschiede wie in anderen Wüsten kommen hier nicht vor, so dass auch die Nachttemperaturen bei Reisen im Winter noch angenehm sind.
KONTAKT
Intakt Internet Services GmbH & Co. KG
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